Niederösterreich

Ybbser Stadtchefin muss für Corona-Party Strafe zahlen

Nach einer Corona-Party im Lockdown unter Politikern in Ybbs an der Donau hagelte es nun doch noch zahlreiche Strafen von der Bezirkshauptmannschaft.
16.12.2021, 18:42

Es war heuer einer der größten Polit-Aufreger im Bezirk: Im März, mitten im Lockdown, feierten die Ybbser Gemeindepolitiker eine fröhliche Sause mit Buffet und Weinverkostung. Anlass war der unterschriebene Vertrag zum neuen Gourmet-Lokal "Der Gute Fang", das bei seiner Eröffnung wenige Monate später wie berichtet einen spektakulären Bauchfleck hinlegen sollte. Die Party belegten sogar Fotos, die die Stadt selbst verschickt hatte und eines auf der Facebook-Seite von Bürgermeisterin Ulrike Schachner.

Die Aufregung war groß, es standen sogar Neuwahlen im Raum. Nachdem die Staatsanwaltschaft beschlossen hatte, keine Anklage zu erheben, weil alle Gäste getestet oder geimpft waren, schien die Sache schon fast gegessen. Zurück blieb zunächst nur ein gewaltiger Image-Schaden für die Neo-Bürgermeisterin und ihre Gemeinderäte. Das sollte sich jetzt aber auch ändern. 

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Bürgermeisterin nicht einsichtig

Wie die "NÖN" berichten, bekamen jetzt zahlreiche Lokalpolitiker Post von der Bezirkshauptmannschaft Melk. So müssen die anwesenden Gemeinderäte wegen Verletzung der Corona-Ausgangsbeschränkungen und der damals gültigen Corona-Regeln jeweils 150 Euro bezahlen, Bürgermeisterin Ulrike Schachner sogar 400 Euro. 

Die SPÖ-Stadtchefin selbst kann die Entscheidung nicht nachvollziehen. "Ich finde die Strafe lächerlich. Wir haben derzeit wirklich andere Sorgen. Ich will dazu gar nichts mehr sagen", erklärt sie den "NÖN". Seitens ihrer Partei räumte man zumindest einen Fehler ein und spricht von einer unbedachten Nacht.