Sammelkarten-Neuzugang

Yu-Gi-Oh! Legendary Arc-V Decks – Drei Decks, ein Ziel

Drei bekannte Arc-V-Decks, 168 Karten und neue Strategien: Wir haben die deutsche Box von Legendary Arc-V Decks ausprobiert. Viel Nostalgie inklusive.
Rene Findenig
14.08.2026, 13:52
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Wer bei Yu-Gi-Oh! normalerweise Booster kauft, kennt als  Spieler das Problem: Man zieht Karten, die einem gefallen, aber daraus entsteht noch lange kein fertiges Deck. Legendary Arc-V Decks geht einen anderen Weg. In der Box stecken gleich drei komplette, sofort spielbare Decks zum Preis von rund 30 Euro (je nach Händler auch günstiger zu haben)

Das Produkt ist seit 6. August 2026 erhältlich. Enthalten sind die drei Strategien Buntäugig, Lunalicht und Geschwindigkeitsroid. Sie stammen aus der Anime-Serie Yu-Gi-Oh! Arc-V und orientieren sich an den Decks der Figuren Yuya, Celina und Yugo.

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Das ist beim Auspacken auch der erste große Unterschied zu einem klassischen Booster-Produkt. Du bekommst nicht erst einen Stapel Karten, aus dem du dir mühsam eine spielbare Sammlung zusammensuchen musst. Die drei Decks sind von Anfang an aufeinander abgestimmte Pakete und auch sofort spielbar.

168 Karten in einer Box

Insgesamt umfasst Legendary Arc-V Decks 168 Karten. Davon sind 3 Secret Rares, 18 Ultra Rares und 144 Commons. Zusätzlich kommen 3 Karten als Secret Rares dazu, die jeweils auch als Starlight Rare erscheinen können.

Jedes der drei Decks besteht aus 55 Karten. Davon liegen 40 Karten im Hauptdeck und 15 Karten im Extra Deck. Dazu kommt jeweils eine zusätzliche Karte aus einem Bonus-Pack. Diese Karte gehört zu einer Auswahl von sechs Secret Rares, die jeweils zum entsprechenden Deck passen. Mit viel Glück liegt diese Karte als Starlight Rare bei.

Für rund 30 Euro ist das zunächst eine andere Herangehensweise als bei einem normalen Booster-Set. Entscheidend ist aber nicht die reine Kartenmenge. Interessant ist, wie unterschiedlich sich die drei Decks tatsächlich spielen.

Buntäugig: Yuya bekommt neue Möglichkeiten

Das Buntäugig-Deck ist auf Yuya zugeschnitten und setzt stark auf seine bekannten Monster. Im Mittelpunkt stehen dabei die Buntäugig-Karten sowie die Verbindung zu den Künstlerkumpel- und Magier-Karten.

Neu ist unter anderem ein Link-3-Buntäugig-Monster namens "Buntäugiger Überschreibdrache" mit 2500 ATK. Es kann eine eigene Karte zerstören, um eine Karte zu ziehen. Wird dabei ein Pendelmonster zerstört, ermöglicht der Effekt zusätzlich eine weitere Pendelbeschwörung für Künstlerkumpel-, Magier- und Buntäugig-Monster. Außerdem kann das Monster während des eigenen Spielzugs einen gegnerischen Effekt annullieren, wenn dafür eine Karte abgeworfen wird.

Das Deck verbindet mehrere bekannte Mechaniken aus der Arc-V-Zeit. Gerade die Pendelbeschwörung sorgt dafür, dass sich das Spielfeld relativ schnell mit Monstern füllen kann. Gleichzeitig gibt es mehrere Möglichkeiten, die eigenen Karten für weitere Effekte zu verwenden.

Das Buntäugig-Deck ist auf Yuya zugeschnitten. Neu ist unter anderem ein Link-3-Buntäugig-Monster namens "Buntäugiger Überschreibdrache" mit 2500 ATK.
Rene Findenig

Für Anfänger kann das zunächst etwas viel sein. Wer Yu-Gi-Oh! schon kennt, findet dagegen schnell heraus, welche Karten miteinander funktionieren. Buntäugig ist deshalb ein Deck, bei dem sich ein genauerer Blick auf die Kartentexte lohnt.

Lunalicht spielt mit Fusionen

Das Lunalicht-Deck geht einen anderen Weg. Hier stehen Fusionsbeschwörungen im Mittelpunkt. Das passt zur Figur Celina aus der Fusions-Dimension und gibt dem Deck einen etwas zugänglicheren Schwerpunkt.

Eine der neuen Karten ist Lunalicht Scharlach-Tiger. Das Monster ist Stufe 5, besitzt 1900 ATK und 1500 DEF und gehört zum Typ Ungeheuer-Krieger. Wenn du den Effekt eines Lunalicht-Monsters aktivierst, kann Scharlach-Tiger als Spezialbeschwörung aus deiner Hand kommen. Hat dein Gegner im selben Spielzug bereits eine Karte oder einen Effekt aktiviert, kannst du außerdem Polymerisation aus deinem Deck oder Friedhof auf die Hand nehmen.

Das Lunalicht-Deck geht einen anderen Weg. Hier stehen Fusionsbeschwörungen im Mittelpunkt. Eine der neuen Karten ist Lunalicht Scharlach-Tiger.
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Wird Scharlach-Tiger durch einen Karteneffekt auf den Friedhof gelegt, kannst du zusätzlich ein anderes Lunalicht-Monster aus dem Friedhof oder dem offenen Extra Deck als Spezialbeschwörung beschwören.

Das macht das Deck im Spiel angenehm direkt. Viele Karten unterstützen die Fusionsstrategie und sorgen dafür, dass Lunalicht-Monster nicht einfach nach einem Angriff oder Karteneffekt aus dem Spiel sind.

Auch ältere Karten des Themas sind enthalten. Lunalicht Tiger kann ein Lunalicht-Monster aus dem Friedhof zurückholen, während Lunalicht Wolf über seinen Pendel-Effekt die Fusionsbeschwörung eines Lunalicht-Fusionsmonsters ermöglicht.

Auch ältere Karten des Themas sind enthalten. Lunalicht Tiger kann ein Lunalicht-Monster aus dem Friedhof zurückholen.
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Das Zusammenspiel ist dadurch gut nachvollziehbar. Eine Karte bereitet die nächste vor, Monster landen im Friedhof und können später wieder aufs Spielfeld kommen. Wer gerne mit Fusionen spielt, findet hier einen klar erkennbaren Schwerpunkt.

Geschwindigkeitsroid macht seinem Namen alle Ehre

Beim dritten Deck geht es um Yugo und seine Geschwindigkeitsroid-Karten. Hier dreht sich vieles um Synchrobeschwörungen. Eine der neuen zentralen Karten ist Geschwindigkeitsroid Daruma-Klopfer, ein Stufe-4-Wind-Empfänger.

Sein besonderer Vorteil: Du kannst es direkt aus deiner Hand als Spezialbeschwörung beschwören, indem du eine Geschwindigkeitsroid-Karte aus deinem Deck auf den Friedhof legst. Wird das Monster anschließend vom Spielfeld auf den Friedhof geschickt, kannst du eine Geschwindigkeitsroid-Zauber- oder Fallenkarte aus deinem Deck suchen. Kontrollierst du außerdem ein Glasflügel-Monster, kannst du zusätzlich ein beliebiges Monster auf dem Spielfeld zerstören.

Beim dritten Deck geht es um Yugo und seine Geschwindigkeitsroid-Karten. Eine der neuen zentralen Karten ist Geschwindigkeitsroid Daruma-Klopfer, ein Stufe-4-Wind-Empfänger.
Rene Findenig

Hier merkt man schnell, dass das Deck auf Tempo ausgelegt ist. Du sollst nicht mehrere Runden lang Karten sammeln, sondern möglichst schnell die benötigten Monster aufs Feld bekommen und daraus stärkere Synchromonster aufbauen.

Auch dieses Deck verlangt etwas Einarbeitung. Wer mit Synchrobeschwörungen bisher wenig zu tun hatte, muss sich zunächst mit dem Ablauf vertraut machen. Danach wird die Strategie aber schnell verständlicher.

Drei Decks, drei Spielweisen

Diese Unterschiede sind die eigentliche Stärke der Box. Buntäugig setzt auf Pendelbeschwörungen und das Zusammenspiel mehrerer Kartenfamilien. Lunalicht konzentriert sich auf Fusionen und das Zusammenspiel mit dem Friedhof. Geschwindigkeitsroid bringt mit seinen Synchrobeschwörungen ein deutlich schnelleres Spieltempo mit.

Buntäugig setzt auf Pendelbeschwörungen und mehrere Kartenfamilien, Lunalicht auf Fusionen und den Friedhof, Geschwindigkeitsroid auf Synchros und Tempo.
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Das macht die Box auch für zwei oder mehr Personen interessant, die nicht denselben Spielstil mögen. Statt nur ein fertiges Deck zu bekommen, kannst du drei unterschiedliche Strategien ausprobieren und anschließend herausfinden, welche dir am besten liegt.

Für Neueinsteiger sind die drei Decks allerdings nicht gleich einfach. Gerade Pendel- und Synchrobeschwörungen können am Anfang zusätzliche Fragen aufwerfen. Wer bereits Erfahrung mit Yu-Gi-Oh! hat, findet sich schneller zurecht.

Bekannte Karten treffen auf neue Karten

Neben den drei Hauptstrategien enthält die Box auch bekannte Karten, die nicht ausschließlich für eines der drei Themen gedacht sind. Konami setzt damit nicht nur auf neue Karten, sondern ergänzt die Decks auch mit Karten, die bereits aus dem Yu-Gi-Oh!-Universum bekannt sind.

Neben den drei Hauptstrategien enthält die Box auch bekannte Karten, die nicht ausschließlich für eines der drei Themen gedacht sind.
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Das ist beim Spielen praktisch, weil die Decks dadurch nicht ausschließlich aus Karten bestehen, die nur innerhalb eines einzigen Themas funktionieren. Gleichzeitig bleibt die jeweilige Strategie klar erkennbar.

Wer allerdings bereits ein gut ausgebautes aktuelles Turnierdeck besitzt, sollte seine Erwartungen anpassen. Die drei fertigen Decks sind nicht automatisch ein Ersatz für ein individuell zusammengestelltes Deck. Ihr Vorteil liegt vielmehr darin, dass sie ohne große Vorbereitung gespielt werden können.

Neue Optik für Starlight Rares

Auch bei den Starlight Rares gibt es eine Änderung, die mit "Chaos Origins" eingeführt wurde. Konami verwendet für diese Karten eine überarbeitete Fertigung, Projektname "Starlight 2.0". Die Farben fallen kräftiger aus, außerdem wurde der bisherige graue Außenrand durch einen Regenbogen-Folienrand ersetzt. Wichtig ist: Dabei handelt es sich nicht um eine neue Seltenheitsstufe.

In der Box gibt es bei den Bonuskarten die Möglichkeit, statt einer Secret Rare eine Starlight-Rare zu bekommen. Bei uns blieb es bei Secret Rares.
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In der Box gibt es bei den Bonuskarten die Möglichkeit, statt einer Secret Rare die jeweilige Starlight-Rare-Version zu bekommen. Garantiert ist das allerdings nicht. Wer eine bestimmte Karte in dieser Ausführung sucht, bleibt daher auf das Kartenglück angewiesen.

Was beim Test auffällt

Nach dem Auspacken ist vor allem der unkomplizierte Aufbau angenehm. Drei Decks nehmen, Karten sortieren und losspielen. Du musst nicht erst mehrere Booster öffnen und danach überlegen, welche Karten zusammenpassen. Die Unterschiede zwischen den Decks sind deutlich genug, dass sich die drei Pakete nicht wie leicht veränderte Varianten desselben Spiels anfühlen. Buntäugig spielt sich anders als Lunalicht, und Geschwindigkeitsroid bringt wiederum einen eigenen Schwerpunkt mit.

Gleichzeitig merkt man beim Spielen, dass die Decks auf bekannte Anime-Strategien zugeschnitten sind. Wer die Serie kennt, erkennt viele Karten und Kombinationen wieder. Für Fans von Arc-V ist das ein wichtiger Teil des Reizes. Wer dagegen ausschließlich nach möglichst starken Einzelkarten für das aktuelle Wettkampfspiel sucht, sollte genauer auf die eigene Deckstrategie schauen. Die Box ist vor allem darauf ausgelegt, die drei Themen spielbar zu machen.

Fazit: Drei fertige Decks für rund 30 Euro

Legendary Arc-V Decks verfolgt einen einfachen Ansatz. Für rund 30 Euro bekommst du drei komplette Decks mit jeweils 40 Karten im Hauptdeck und 15 Karten im Extra Deck. Insgesamt umfasst das Produkt 168 Karten. Der größte Pluspunkt ist deshalb nicht eine einzelne seltene Karte, sondern die Möglichkeit, drei unterschiedliche Yu-Gi-Oh!-Strategien direkt auszuprobieren. Buntäugig, Lunalicht und Geschwindigkeitsroid setzen jeweils auf andere Beschwörungsarten und verlangen entsprechend unterschiedliche Spielzüge.

Besonders Fans von Yu-Gi-Oh! Arc-V dürften viele bekannte Karten wiedererkennen. Aber auch wenn du nach längerer Pause wieder einsteigen willst, ist das Konzept nachvollziehbar. Du bekommst fertige Decks statt eines Stapels zufälliger Karten. Für erfahrene Spieler hängt der Nutzen stärker davon ab, ob sie mit einem der drei Themen etwas anfangen können. Als Sammelprodukt bleibt außerdem die Chance auf eine Starlight Rare interessant, wobei das Ergebnis vom Kartenglück abhängt.

Unterm Strich ist Legendary Arc-V Decks vor allem eine unkomplizierte Möglichkeit, drei bekannte Yu-Gi-Oh!-Strategien direkt zu spielen. Die Box konzentriert sich auf genau diese drei Decks und macht daraus ein Paket, das vor allem für Fans der Arc-V-Ära und Spieler interessant ist, die ohne lange Vorbereitung loslegen wollen.

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