Erst kürzlich sorgten nächtliche E-Mails zwischen Christian Pilnacek und dem Leiter der Oberstaatsanwaltschaft Wien im Kontext der sogenannten "Eurofighter-Dienstbesprechungsaffäre" für Aufregung. Die Oppositionsparteien forderten daraufhin lautstark Konsequenzen. Diese könnte es jetzt für den Strafrechtssektionschef im Justizministerium geben.
Wie der "Standard" berichtet, will Justizministerin Alma Zadic ihn aus der Weisungskette entfernen und ihn auf einen Posten setzen, an dem er seine Stärken ausspielen kann – und für weniger Wirbel sorgen soll. Dafür soll die "Super-Sektion" Strafrecht aufgeteilt werden, zu deren Chef Pilnacek im Jahr 2010 ernannt wurde: Die Legistik-Sektion soll sich weiterhin um Gesetzgebung kümmern und dadurch in engem Austausch mit der Politik stehen; eine weitere Sektion für die Einzelverfahren.
Auf Nachfrage wollte man im Ministerbüro die Personal-Rochade nicht bestätigen. Die Justizministerin soll ihre Pläne in den kommenden Stunden bekanntgeben.