Zahl der Asylanträge steigt um 86 Prozent

Archivfoto aus 2015: Ein Flüchtlingstreck an der deutsch-österreichischen Grenze in Wegscheid.
Archivfoto aus 2015: Ein Flüchtlingstreck an der deutsch-österreichischen Grenze in Wegscheid.Kerstin Joensson / AP / picturedesk.com
10.518 Menschen haben im ersten Halbjahr in Österreich einen Asylantrag gestellt. Das ist ein neuer Höchstwert seit 2017. 

Laut Innenministerium suchten von Jänner bis Juni 2021 um fast 86 Prozent mehr Menschen um Asyl an als im gleichen Zeitraum 2020. Auch im Langzeit-Vergleich ist das viel: Vor zehn Jahren, also 2011, haben im ersten Halbjahr nur 5.810 Personen einen Asylantrag gestellt.

Mehr als 80 Prozent Männer 

Mehr als 80 Prozent der heurigen Asylanträge haben Männer gestellt. Bei den Herkunftsländern führen Syrien und Afghanistan: insgesamt 6.200 Anträge kommen aus diesen Ländern. Auch aus Marokko kommen 658 Antragsteller. 

Und wer darf bleiben?

Wer aus Syrien kommt, hat die besten Chancen, bleiben zu können: 94% der Anträge werden angenommen. Ein Drittel der Afghanen, die einen Antrag stellen, darf auch bleiben. 

Insgesamt gab es im ersten Halbjahr 10.813 rechtskräftige Asylentscheidungen. Positive (5.268) und negative Bescheide (5.545) hielten sich dabei in etwa die Waage. Humanitäre Aufenthaltstitel wurden 7.784-mal vergeben, dazu kamen 5.481 Personen, die subsidiären Schutz erhielten.

Grafik zeigt, aus welchen Ländern die meisten Asylwerber kommen
Grafik zeigt, aus welchen Ländern die meisten Asylwerber kommenAPA-Grafik / picturedesk.com

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