Zahl der Einbürgerungen wieder gestiegen

Reisepässe der Republik Österreich auf einem Tisch. Symbolfoto.
Reisepässe der Republik Österreich auf einem Tisch. Symbolfoto.Bild: picturedesk.com
Im vergangenen Jahr erhielten 9.450 Personen die österreichische Staatsbürgerschaft. Besonders Vorarlberg und Tirol sowie Wien und Niederösterreich sind bei Zuwanderern beliebt.
Die Zahl der Einbürgerungen lag 2018 um 1,9 Prozent über der des Vorjahres. Laut Statistik Austria erhielten im abgelaufenen Jahr 9.450 Personen die österreichische Staatsbürgerschaft, darunter 95 mit Wohnsitz im Ausland.

34,8 Prozent aller 2018 Eingebürgerten wurden bereits in Österreich geboren, 34,2 Prozent waren unter 18 Jahre alt. Vor der Einbürgerung besaßen 10,9 Prozent oder 1.033 Personen die Staatsbürgerschaft von Bosnien und Herzegowina, gefolgt von der Türkei (828), Serbien (625), dem Kosovo (586) sowie Rumänien (456). 9,5 Prozent bzw. 588 Eingebürgerte wurden hingegen in Bosnien und Herzegowina geboren, weitere 6,5 Prozent in der Türkei, 5,7 Prozent im Kosovo und 5,4 Prozent in Rumänien.

Auch 2018 weit unter Rekordjahr

Seit dem Rekordjahr 2003 (45.112 Fälle) sind die Einbürgerungszahlen kontinuierlich gesunken und erreichten im Jahr 2010 mit 6.190 den niedrigsten Wert. In den Jahren seit 2011 (6.754) stiegen die Zahlen wieder, so auch 2018 (9.450). Die vorläufige Einbürgerungsrate – Einbürgerungen von in Österreich wohnhaften Personen (9.355) bezogen auf in Österreich lebende Personen mit nichtösterreichischer Staatsangehörigkeit – lag 2018 wie im Vorjahr bei 0,7 Prozent.

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Im Jahr 2018 wurden in vier Bundesländern mehr Personen eingebürgert als 2017. Die Zuwächse waren in Niederösterreich am deutlichsten (+15,0 Prozent auf 1.517 Einbürgerungen), gefolgt von Wien (+5,7 Prozent auf 4.121), Vorarlberg (+4,9 Prozent auf 430) und Tirol (+2,5 Prozent auf 534).



In den anderen Bundesländern wurden 2018 weniger Einbürgerungen verzeichnet als im Jahr zuvor: Salzburg -20,0 Prozent auf 396, Steiermark -10,6 Prozent auf 736, Kärnten -3,1 Prozent auf 347, Oberösterreich -2,1 Prozent auf 1.090 und Burgenland -1,6 Prozent auf 184.

Anspruch auf Staatsbürgerschaft

Mehr als die Hälfte aller Einbürgerungen 2018 (5.683 bzw. 60,1 Prozent) erfolgte nach Erfüllung aller Voraussetzungen für eine Einbürgerung auf Grund eines Rechtsanspruchs.



Darunter wurden 4.038 Personen nach mindestens sechsjährigem Wohnsitz in Österreich und aus besonders berücksichtigungswürdigen Gründen eingebürgert (z. B. EWR-Staatsangehörigkeit, Geburt in Österreich oder asylberechtigt), 735 Personen auf Grund der Ehe mit einem Österreicher bzw. mit einer Österreicherin, 362 Personen auf Grund eines mindestens 15-jährigen Wohnsitzes in Österreich und nachhaltiger Integration, und 307 waren außereheliche Kinder bzw. Wahlkinder bis 14 Jahre.

Weitere 1.182 Personen erhielten die Staatsbürgerschaft im Ermessen (12,5%), darunter 1.138 Personen nach mindestens zehnjährigem Wohnsitz (§10, Abs. 1). Unter dem Titel "Erstreckung der Verleihung" wurden 2.264 Kinder (§17) sowie 321 Ehepartner (§16) eingebürgert.

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(red)

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