Während die Zahl der Unternehmensinsolvenzen österreichweit im 1. Halbjahr 2026 laut KSV1870 leicht auf 3.449 Fälle zurückgegangen ist (-1 % gegenüber dem 1. Halbjahr 2025), zeigt sich in NÖ ein gegenteiliges Bild: Mit 583 Insolvenzen liegt das Land um 5 % über dem Vorjahreswert. Vor allem Bau-, Handels- und Gastronomiebetriebe sind betroffen – sie stehen für mehr als 40 % aller Fälle in NÖ.
Thomas Schaden, Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes (SWV) NÖ, kritisiert: "Während sich die Lage in anderen Bundesländern leicht entspannt, geraten unsere nö. Klein- und Mittelbetriebe weiter unter Druck."
Er fordert Sofortmaßnahmen: "Runter mit den Energiepreisen. Außerdem kosten unnötige Bürokratie Unternehmen im Schnitt 13 Arbeitsstunden pro Woche, hier müssen endlich Vereinfachungen her." Zudem brauche es eine dreimonatige Nachversicherung in der Krankenversicherung für Selbstständige nach einer Insolvenz, so Schaden, damit niemand auch noch ohne Absicherung dasteht.
"Wer kleinen Betrieben den Rücken stärkt, sichert Arbeitsplätze und stellt die gesamte Wirtschaft auf ein solides Fundament", betont Thomas Schaden.