Thomas Tuchels Engländer haben sich nach einem wahren Offensivspektakel mit viel Glück ihr bestes WM-Ergebnis seit 60 Jahren gesichert. Im Spiel um Platz drei gegen Frankreich dominierte das Teams des deutschen Trainers lange Zeit, gab aber fast noch eine Vier-Tore-Führung aus der Hand: Am Ende rettete sich England durch ein 6:4 (4:0) über die Ziellinie. Frankreich bewies Moral, doch die Ära Didier Deschamps ging mit einer Enttäuschung zu Ende.
Declan Rice (3.), Ezri Konsa (18.) und Bukayo Saka (37., 45.+1) sorgten für ein Novum in der Historie Frankreichs. Nie zuvor hatte die stolze Fußballnation bei einem WM-Spiel vier Gegentreffer in nur einer Halbzeit kassiert. Nach der Pause veränderte sich das Spiel: Kylian Mbappé (48., 66.) sowie Bradley Barcola (54.) verkürzten.
Mit jetzt 22 WM-Toren löste Mbappé Weltmeister Lionel Messi als Rekordschütze ab. Saka erhöhte per Foulelfmeter mit seinem dritten Treffer des Spiels (87.), Ousmane Dembelé verkürzte noch einmal (90.+6), ehe der eingewechselte Jude Bellingham für die Entscheidung sorgte (90.+8).