Gianni Infantino hat bei der Fußball-WM in Nordamerika enorme Distanzen im Privatjet zurückgelegt. Nach Berechnungen des deutschen Nachrichtenmagazins "Spiegel" flog der FIFA-Präsident während des Turniers in den USA, Mexiko und Kanada bis vor dem Finalwochenende insgesamt 93.524 Kilometer – mehr als zweimal um die Erde.
Grundlage der Berechnungen sind Daten des Flugportals Flightradar24. Nicht einmal berücksichtigt wurden dabei zwei Langstreckenflüge nach Doha und zurück. Infantino war nach dem Tod des ehemaligen Emirs Hamad bin Chalifa Al Thani zu einem Kondolenzbesuch nach Katar gereist. Selbst ohne diese Flüge verursachte der Privatjet laut Bericht rund 813 Tonnen CO2.
Infantino war mit seinem Reiseverhalten allerdings kein Einzelfall. Während der WM stieg die Zahl der Privatjet-Flüge deutlich an. Bereits vor Turnierbeginn hatte das Analyseunternehmen WingX rund 73.200 zusätzliche Flugbewegungen prognostiziert.
"So etwas hat es in dieser Form noch nicht gegeben", sagte Luftfahrtexperte Heinrich Großbongardt dem "Spiegel".