Ex-Teamspieler Hamann fordert in der deutschen Mannschaft nach dem WM-Debakel erneut einen Umbruch, der auch den Kapitän einschließt.
"Ich bin der Meinung, dass Joshua Kimmich, Leon Goretzka und Leroy Sane keine Rolle mehr spielen sollten", sagte der WM-Zweite von 2002 im Interview mit der "Münchner Abendzeitung".
Mit Kimmich, betonte Hamann, "waren wir bei den letzten fünf Turnieren nie weiter als bis im Viertelfinale. Da frage ich mich, warum das in zwei Jahren anders sein soll“, blickte Hamann bereits auf die Europameisterschaft 2028 in Großbritannien und Irland.
Gleichzeitig brachte Deutschlands Ex-Teamspieler einen möglichen Kimmich-Nachfolger im Kapitänsamt ins Spiel: Dortmunds Innenverteidiger Nico Schlotterbeck.
"Auch Felix Nmecha wäre eine Option, um ihn herum im zentralen Mittelfeld sollte man das Team der Zukunft bauen", sagte er.
Generell werde Deutschland schlechter gemacht, als es sei, besonders die erste Elf sei durchaus konkurrenzfähig. "Nur: Wenn du einen Trainer hast, der wenig Interesse hat und sich nur wenige Spiele anschaut, brauchst du dich nicht zu wundern, wenn am Ende so ein Ergebnis dabei herauskommt", sagte Hamann über den inzwischen zurückgetretenen Julian Nagelsmann.
Deutschland war bei der WM 2026 bereits im Sechzehntelfinale gescheitert, schied gegen Paraguay im Elfmeterschießen aus. Nun steht Jürgen Klopp als neuer Teamchef vor der Tür. Der DFB ist sich mit dem Kult-Trainer schon einig, nun geht es nur noch über seinen Ausstieg aus dem noch bis 2029 laufenden Vertrag als "Head of Global Soccer" bei Red Bull.