Zeitzeuge Rudi Gelbard ist tot

Der KZ-Überlebende ist tot.
Der KZ-Überlebende ist tot.Bild: picturedesk.com
Der Antifaschist und Kämpfer für Humanität und Solidarität ist am Mittwoch im Alter von 87 Jahren verstorben.

Von den Nationalsozialisten als Kind verfolgt und ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, ist Rudi Gelbard einem frühen Tod nur knapp entgangen. Sein Überleben wurde für ihn zur Verpflichtung gegenüber nachkommenden Generationen: Unermüdlich berichtete er als Zeitzeuge von den schrecklichen Erlebnissen seiner Kindheit. Jetzt ist er im Alter von 87 Jahren verstorben.

"Seine Geschichten sind ein bleibendes Vermächtnis von unschätzbarem Wert", so die Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ).

Der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ): "Mit Rudi Gelbard verliere ich einen persönlich ganz engen Freund. Mit Rudi Gelbard verliert die Sozialdemokratie einen großartigen Kämpfer und einen höchst engagierten Antifaschisten verloren."

Niemals vergessen

Professor Rudolf Gelbard war aktiv in die ZeitzeugInnen- und Erinnerungsprojekte des Parlaments eingebunden. Zuletzt etwa beim Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus im Gedenkjahr 2015, wo Gelbard auf Einladung der damaligen Nationalratspräsidentin Doris Bures in der Burgtheaterproduktion "Die letzten Zeugen" seine Lebensgeschichte im Historischen Sitzungssaal des Parlaments erzählte.

Bis zuletzt brachte sich Rudi Gelbard auch in politische Debatten ein und erhob seine mahnende Stimme gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus, wenn er es für notwendig hielt.

"Heute" lässt im Rahmen einer Zeitzeugen-Serie Überlebende und Opfer der Shoah zu Wort kommen >>> (red)

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