Zero-Covid? Diese Bezirke haben die niedrigste Inzidenz

In der Freistadt Rust (Burgenland) liegt die 7-Tages-Inzidenz bei - null.
In der Freistadt Rust (Burgenland) liegt die 7-Tages-Inzidenz bei - null.Neusiedler See Tourismus GmbH / OTS
Die Corona-Situation scheint sich in Österreich zunehmend zu entspannen. Das ist die aktuelle Lage in den einzelnen Bundesländern.

Angesichts der mancherorts nach wie vor hohen Infektionszahlen und der dramatischen Situation auf Österreichs Intensivstationen, fordern immer mehr Ärzte und Experten, eine "Zero-Covid"-Strategie zu verfolgen. Dabei handelt es sich um den härtest möglichen Lockdown. Doch ist dieser überhaupt noch notwendig - oder hat Österreich den Turnaround geschafft?

Nur ein Bezirk nahe Inzidenz 400

Die gute Nachricht zu Beginn: Von der ominösen 400er-Marke, welche ganze Regionen wochenlang unter Quarantäne setzt, sind fast alle Bezirke weit entfernt. Einzig Lienz (Osttirol) mit einer 7-Tages-Inzidenz von 396 (Stand 18. April) kommt dieser Marke österreichweit noch am nächsten. In Rust im Burgenland liegt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohnern sogar bei null (!), Daher ist es wenig überraschend, dass vielerorts bereits nach einem Ende des Lockdowns geschrien wird. Auch Ausreisetests sollen früher enden.

Dennoch gibt sich beispielsweise Wiens Bürgermeister Michael Ludwig vorsichtig. Auch wenn sich die Infektionszahlen in Wien derzeit leicht, jedoch konstant entspannen, sei ein Turnaround inkl. Öffnungen im Mai noch keine beschlossene Sache. Man sehe in jenen Bundesländern, die bereits gelockert haben, dass die Zahlen dort wieder nach oben schnellen. "Nichts wäre schlimmer, als ein Aufsperren-Zusperren-Aufsperren-Zusperren."

Hermagor und Schwaz schafften Trendumkehr

Besonders fällt die vergleichsweise positive Entwicklung in der Steiermark in den vergangenen Wochen auf. Hier liegt die Inzidenz mittlerweile bei 165,1 – nur im Burgenland und in Vorarlberg ist sie derzeit noch niedriger. Regionale Lockerungen, wie sie beispielsweise Burgenlands Landeschef Hans Peter Doskozil angekündigt hat, sind daher durchaus auch in der grünen Mark möglich. 

Lange galten die Bezirke Schwaz (Tirol) und Hermagor (Kärnten) österreichweit als Corona-Hotspots schlechthin. Zeitweise gab es dort eine 7-Tages Inzidenz von über 700. Strenge Maßnahmen, darunter auch eine Ausreise-Testpflicht, wurden gesetzt. Mittlerweile ist die Inzidenz ebendort stark gesunken - nur Rust und Bludenz (Vorarlberg) weisen mittlerweile österreichweit einen geringeren Wert auf.

Burgenland als Inzidenz-Landesmeister

Doch in welchen Bezirken ist die 7-Tages-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohnern, aktuell am niedrigsten? "Heute" hat das AGES-Dashboard genauer unter die Lupe genommen und zeigt, in welchen Regionen sich das Virus nach wie vor ausbreitet.

Das sind die zehn "Musterschüler" Österreichs: 

➤ Rust (Burgenland): 0

➤ Bludenz (Vorarlberg) 76,3

➤ Hermagor (Kärnten): 77,5

➤ Schwaz (Tirol): 78,3

➤ Bruck-Mürzzuschlag (Steiermark): 87,1

➤ Korneuburg (Niederösterreich): 87,7

➤ Mattersburg (Burgenland): 89,9

➤ Oberpullendorf (Burgenland): 93,6

➤ Kirchdorf (Oberösterreich): 96,4

➤ Rohrbach (Oberösterreich): 104,3

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