Brutale Attacke mit Hantel

Zivilcourage kostet jungen Wiener beinahe das Leben

Ein 35-Jähriger attackierte in Wien eine Frau und verletzte einen Helfer lebensgefährlich. Vor Gericht erklärt er seine Taten.
Newsdesk Heute
02.09.2026, 18:53
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Ein brutaler Angriff am Wiener Aumannplatz beschäftigt nun das Gericht: Ein 35-Jähriger attackierte zunächst eine junge Frau und verletzte wenig später einen Passanten, der helfen wollte, mit einer präparierten Hantelstange lebensgefährlich. Im Prozess begründete der an paranoider Schizophrenie leidende Mann die Taten mit angeblichen "telemagnetischen Strahlen". Darüber berichtet die "Krone" am Mittwoch.

Die junge Kunstschaffende war am 22. Februar auf dem Heimweg vom Prater nach Währing, als ihr ein Mann in der Straßenbahn auffiel. "Schon im 1er hat mir der Mann ein komisches Gefühl gegeben. Er ist dann auch in den 41er mit mir eingestiegen und hat mich fixiert."

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Aus Angst bat sie ihren Partner, sie von der Station Aumannplatz abzuholen. Doch der 35-Jährige stieg dort ebenfalls aus. Als sie ihn mit "Was willst du eigentlich von mir?" konfrontierte, begann er sofort, auf sie einzuschlagen.

Helfer lebensgefährlich verletzt

Ihre Schreie hörte auch ein 29-Jähriger, der mit seiner Freundin von einer Geburtstagsfeier nach Hause ging. "Das waren gequälte Hilfeschreie, da denkt man nicht nach", sagte er im Prozess. Weil sich bereits andere Passanten um die Frau kümmerten, folgte er dem flüchtenden Angreifer.

Der 35-Jährige hatte jedoch eine zu einem Schlagstock präparierte Hantelstange in seinem Rucksack und schlug damit unvermittelt auf den Helfer ein. Der 29-Jährige erlitt einen Schädelbruch, schwebte in Lebensgefahr und musste noch in derselben Nacht im AKH notoperiert werden. "Vielen Dank für Ihren Mut an jenem Abend", sagte Richter Christoph Kraushofer zu ihm.

"Um Rache zu üben"

Der 35-jährige Wiener leidet an paranoider Schizophrenie und ist zurechnungsunfähig. "Die Frau hat mich in der Straßenbahn mit telemagnetischen Strahlen abgeschossen", erklärte er. "Ich habe sie verfolgt, um Rache zu üben für das, was sie getan hat."

Auch den Helfer ordnete er nach eigenen Angaben der "Gruppe der Telemagneteure" zu. "Ich habe mich mit der Hantelstange verteidigt. Es war eine falsche Entscheidung."

Wegen großer Gefährlichkeit sprachen die Geschworenen eine Unterbringung in einer Anstalt aus.

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