Ob "Warnung", "Alarm" oder "Entwarnung" – am Samstag, dem 4. Oktober 2025, wird wieder der jährliche Zivilschutz-Probealarm durchgeführt. Zwischen 12 und 12.45 Uhr heulen in ganz Österreich die Sirenen. Ziel ist es, die technischen Systeme zu überprüfen und die Bevölkerung mit den Alarmsignalen vertraut zu machen.
Rund 8.300 Feuerwehrsirenen können derzeit zur Warnung eingesetzt werden. Die Signale werden – je nach Gefahrenlage – zentral vom Innenministerium, den Landes- oder Bezirkswarnzentralen ausgelöst.
Zusätzlich zur Sirenenprobe findet auch ein Test des modernen Warnsystems AT-Alert statt. Zwischen 12 und 13 Uhr werden über Mobilfunkbetreiber regionale und bundesweite Testnachrichten direkt auf Handys verschickt.
AT-Alert ist eine Ergänzung des österreichischen flächendeckenden Warnsystems. Dabei können die Behörden regionale oder flächendeckende Warnungen über die Mobilfunkbetreiber verschicken. Das System basiert auf einer eigenständigen Technologie für die Nachrichtenübertragung.
Dabei werden Textmeldungen auf Mobiltelefone, die im betroffenen Bereich eingeloggt sind, versendet. Mögliche Warnhinweise betreffen etwa Gefahren wie Extremwetter-Ereignisse, Naturkatastrophen, drohende Überschwemmungen oder Waldbrände.
Österreichs "seriöseste" Online-Zeitung "Die Tagespresse" veröffentlichte auf humorvolle Weise ihre ganz eigene Erklärung der einzelnen Sirenensignale.
Heuer wurden übrigens insgesamt 8.364 Sirenen auf ihre Funktionstüchtigkeit getestet, wobei 99,56 Prozent (8.327 Sirenen) einwandfrei funktionierten. Die Detailergebnisse der einzelnen Bundesländer:
- Burgenland: 100 Prozent, alle 325 Sirenen funktionierten,
- Vorarlberg: 100 Prozent, alle 230 Sirenen funktionierten,
- Oberösterreich: 99,86 Prozent, zwei Ausfälle bei 1.468 Sirenen,
- Niederösterreich: 99,71Prozent, sieben Ausfälle bei 2.450 Sirenen,
- Tirol: 99,71 Prozent, drei Ausfälle bei 1.025 Sirenen,
- Salzburg: 99,62 Prozent, zwei Ausfälle bei 521 Sirenen,
- Steiermark: 99,14 Prozent, elf Ausfälle bei 1.278 Sirenen,
- Kärnten: 98,99 Prozent, neun Ausfälle bei 887 Sirenen,
- Wien: 98,33 Prozent, drei Ausfälle bei 180 Sirenen.
Allgemein lagen die Ausfälle in den Bundesländern bei 0,44 Prozent (37 Sirenen; 2024 bei 0,57 Prozent und 48 Sirenen).
Die Signale können derzeit von 8.364 Feuerwehrsirenen ausgestrahlt werden. Die Auslösung der Signale kann je nach Gefahrensituation zentral von der Bundeswarnzentrale im Lagezentrum des Innenministeriums, von den Landeswarnzentralen der einzelnen Bundesländer oder den Bezirkswarnzentralen erfolgen.