15 Jahre extreme Schmerzen, trotzdem soll Gabriel D. arbeiten gehen: Bereits vier Mal beantragte der 58-Jährige bei der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) die Invaliditätspension, jedes Mal bekam er eine Ablehnung. Vor allem quält den Kärntner seine Wirbelsäule, seit 2011 leidet er an chronischen Schmerzen.
"Ich habe diese Beschwerden schon ewig, bin auf unbestimmte Zeit im Krankenstand", so der gelernte Tischler im "Heute"-Talk.
Von der PVA sei der Kärntner von Gutachter zu Gutachter geschickt worden. "Der eine sagt, ich bin voll arbeitsfähig, der andere, dass ich nicht mehr arbeiten kann", versteht er die Welt nicht mehr. Eine weitere Sache untermauert die Arbeitsunfähigkeit von Gabriel D. laut ihm zusätzlich: "Laut Bescheid ist mir die Fahrt mit den Öffis nicht zumutbar." Wie soll da ein Job im handwerklichen Bereich möglich sein?
Außerdem hat D. eine Notoperation hinter sich – wegen einer Sepsis am rechten Ellbogen und Oberarm lag er bereits zwei Mal auf dem OP-Tisch. "Leider ist die rechte Hand seit 58 Jahren meine Gebrauchshand", sagt er verzweifelt.
Auf "Heute"-Anfrage erklärte die PVA die Situation genauer: "Herr D. hat innerhalb der gesetzlichen Sperrfrist nach einer Klagsabweisung neuerlich eine Invaliditätspension beantragt", heißt es.
Es liege keine bestätigte gesundheitliche Verschlimmerung vor, daher sei der Antrag zurückgewiesen worden. "Herr D. hat Klage gegen diesen Bescheid beim zuständigen Arbeits- und Sozialgericht eingebracht. Das Gerichtsverfahren ist noch offen", heißt es abschließend