"In Fehlstellung gedrängt"

Zu eng, zu hoch, zu schmal – diese Schuhe machen krank

Schick am Fuß, schmerzhaft im Alltag: Falsche Schuhe können schmerzhafte Folgen haben. Experten erklären nun, worauf man schon beim Kauf achten muss.
Oberösterreich Heute
20.05.2026, 03:00
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Sie drücken, scheuern und sehen oft trotzdem gut aus: falsche Schuhe. Doch was viele ignorieren, kann auf Dauer richtig schmerzhaft werden. Experten warnen jetzt vor den Folgen von zu engen, zu kurzen oder zu hohen Schuhen – von verkürzten Sehnen bis hin zum gefürchteten Hallux valgus, dem "Ballenzeh".

Dr. Thomas Stumpner (links) und Dr. Dietmar Mattausch zeigen die unnatürliche Stellung des Fußes in einem Schuh mit sehr hohem Absatz.
Ordensklinikum Linz/Wakolbinger

Frauen deutlich häufiger betroffen

"Ein Schuh ist dann 'falsch', wenn er den Fuß in eine Form bringt, die nicht der natürlichen Stellung entspricht", erklärt Dr. Thomas Stumpner von der Orthopädie am Linzer Ordensklinikum Barmherzige Schwestern. Besonders problematisch seien Schuhe, die bereits beim Probieren drücken: "Ein Schuh passt sich im Regelfall nicht an den Fuß an", so der Experte.

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Vor allem im Vorfußbereich brauche der Fuß ausreichend Platz. "Hat der Vorfuß nicht genügend Platz im schmalen Schuh, wird die Großzehe in eine Fehlstellung gedrängt", warnt Dr. Dietmar Mattausch. Genau dadurch könne ein Hallux valgus entstehen.

Laut den Experten leiden bereits 23 Prozent der 18- bis 65-Jährigen darunter, bei den Über-65-Jährigen sind es sogar mehr als ein Drittel. Frauen trifft es deutlich häufiger. Auch High Heels seien auf Dauer problematisch. Zu hohe Absätze verändern laut Mattausch die Belastung des gesamten Fußes und können sogar die Achillessehne verkürzen.

Experten raten zu Übungen im Alltag

Damit es gar nicht erst so weit kommt, raten die Ärzte zu einfachen Übungen im Alltag. Zehen-Greifübungen oder Wadendehnungen könne man problemlos beim Zähneputzen oder Kaffeekochen machen. Außerdem empfehlen die Experten, öfter barfuß über Gras, Schotter oder Rindenmulch zu gehen. Das trainiere die Muskulatur und stärke die natürliche Bewegung des Fußes.

Sind Fehlstellungen bereits vorhanden, können Einlagen, Physiotherapie oder Fußgymnastik Beschwerden lindern. "Ein fortgeschrittener Hallux valgus lässt sich dadurch aber zumeist nicht korrigieren", betont Stumpner. Bei starken Fehlstellungen bleibe oft nur mehr eine Operation – und die sollte möglichst früh erfolgen.

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