Die WM-Teilnahme steht auf der Kippe! Österreichs Handball-Herren mussten sich im Hinspiel des WM-Playoffs vor 3.000 Zuschauern in Graz Polen mit 25:26 geschlagen geben. Bester Werfer im ÖHB-Team (5 Treffer) war Kiel-Legionär Mykola Bilyk.
"Es tut gerade sehr weh. Wenn wir ein paar weniger Bälle verwerfen, dann gewinnen wir auch gegen Polen. Ich bin guter Dinge", zeigte sich Torhüter Constantin Möstl trotz der Niederlage zuversichtlich. Der Keeper überzeugte mit einer starken Quote von 30 Prozent gehaltener Bälle.
Der Schlüssel zur Niederlage lag bereits in der Anfangsphase. Nach zehn Minuten lag das Team von Trainer Iker Romero, der seit seinem Amtsantritt im November 2025 weiter auf den großen Durchbruch wartet, bereits mit vier Treffern zurück.
Romero reagierte früh und stellte wieder auf den von Vorgänger Ales Pajovic bevorzugten Sieben-gegen-sechs-Angriff um. Auch wenn Österreich zwischenzeitlich ausgleichen konnte, fand das Team nie wirklich in einen konstanten Rhythmus und ließ im weiteren Verlauf mehrere freie Würfe ungenutzt. Mehr als die knappe Niederlage war am Ende daher nicht drin.
"Es hat sich gar nichts geändert. Wir werden in Polen zeigen, dass wir zur WM gehören", gab sich Kapitän Bilyk jedoch kämpferisch. Das Rückspiel steigt am Sonntag um 15 Uhr in Olsztyn im Nordosten Polens. Die Weltmeisterschaft findet von 13. bis 31. Jänner 2027 in Deutschland statt. Österreich war seit 2019 – mit Ausnahme von 2023 – bei jeder Endrunde vertreten.