Bei einem schweren Zugunglück nördlich von London ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Zwei Personenzüge der East Midlands Railway kollidierten am Freitag im Raum Bedford miteinander.
Insgesamt wurden 56 Menschen verletzt, davon elf "sehr schwer", wie der britische Rettungsdienst am Freitagabend bestätigte. Ein Mensch verstarb noch am Unfallort.
Zahlreiche Rettungskräfte eilten zur Unfallstelle. 20 Krankenwagen und sechs Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Alle Verletzten wurden vor Ort versorgt oder in Krankenhäuser gebracht. Online veröffentlichte Bilder zeigten zwei ineinander verkeilte Züge und Passagiere auf den Schienen.
Einer der Züge war in Corby losgefahren, der andere in Nottingham. Beide waren auf dem Weg Richtung London St. Pancras. Der Bahnhof bleibt bis auf Weiteres für den Zugverkehr gesperrt.
Premierminister Keir Starmer bezeichnete das Unglück als "äußerst besorgniserregend". Seine Gedanken seien bei den Betroffenen und deren Familien. "Ich bin den Rettungskräften für ihre schnelle Reaktion auf diesen tragischen Vorfall dankbar", erklärte er.
Eine Ursache für die Kollision wurde zunächst nicht genannt. Die Ermittlungen laufen.