Nach Zungenkuss mit Schlange muss Mann (38) ins Spital

Einer Kreuzotter (Vipera berus) wird Gift abgenommen. Symbolbild
Einer Kreuzotter (Vipera berus) wird Gift abgenommen. Symbolbildpicturedesk.com/TASS/Kirill Kukhmar
Eine Mutprobe und eine offensichtliche Sehschwäche wurden einem Poltergast zum Verhängnis und sorgten für einen kuriosen Rettungseinsatz.

Es war Samstagabend, 21.10 Uhr, als bei der Leitstelle Bruck-Mürzzuschlag der Notruf einging. Sofort rückten das Rote Kreuz zur Neubergerhütte auf die Hinteralm aus. Vor Ort trafen sie auf Helfer der Bergrettung und einen praktischen Arzt, die bereits einen 38-jährigen Deutschen medizinisch versorgten.

Der Mann war laut "Kleine Zeitung" Teil einer Polter-Gesellschaft, die auf der Hütte die bevorstehende Hochzeit eines der ihren kräftig begoss. Dabei kam offensichtlich die geniale Idee einer Mutprobe auf: Der Deutsche sollte einen auf dem Boden liegenden "Wurm" mit der Zunge berühren. Doch das Tier setzte sich unerwartet heftig zur Wehr und biss zu – mitten in die Zunge des 38-Jährigen.

Bergrettung und Rotes Kreuz wurden wegen des Schlangenbiss auf der Hinteralm alarmiert
Bergrettung und Rotes Kreuz wurden wegen des Schlangenbiss auf der Hinteralm alarmiertBergrettung Neuberg

Spätestens da dürften alle Anwesenden bemerkt haben, dass eine folgenschwere Verwechslung vorlag. Der "Wurm" war in Wirklichkeit eine Baby-Kreuzotter (Vipera berus). Unter solch besonderen Umständen ist selbst der Biss einer so winzigen Giftschlange für Menschen gefährlich. Weil Zunge und Rachenraum des 38-Jährigen immer weiter anschwollen, musste er von einem Notarztteam versorgt und anschließend ins Landeskrankenhaus Wiener Neustadt gebracht werden.

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