Der Deutsche steht kampflos als zweiter Halbfinalist des ATP-500-Turniers in der Wiener Stadthalle fest. Zverev musste zu seinem Viertelfinalspiel gegen den Niederländer Tallon Griekspoor nicht mehr antreten.
Rückenbeschwerden zwangen den Niederländer zur Aufgabe, Griekspoor trat zu seinem Spiel gegen Zverev gar nicht mehr an. So stieg der Weltranglisten-Dritte kampflos auf, wartet nun auf seinen Gegner unter den letzten vier. Der heißt entweder Lorenzo Musetti aus Italien, immerhin die Nummer vier des Turniers, oder Corentin Moutet aus Frankreich.
"Ich habe mich mit ihm gegen Mittag auf dem Center Court warm gemacht. Bei den letzten Aufschlägen habe ich gesehen, dass er begonnen hat, Rückenschmerzen zu bekommen", schilderte Zverev. Der 28-Jährige sah sich auch in seinen bisherigen Aussagen zum enormen Pensum, das Tennisprofis abspulen müssen, bestätigt. "Das spreche ich schon seit Monaten an: Wir spielen elf Monate lang, so viel, so lange, Turniere, die wir nicht absagen können. Leider haben wir im Moment so viele Verletzungen wie noch nie in unserem Sport. Das ist schade zu sehen", so der Weltranglisten-Dritte.
Besonders kurios: Durch den kampflosen Aufstieg hat sich Zverev auch definitiv für die ATP Finals am Jahresende in Turin qualifiziert. "Ich freue mich, im Halbfinale zu sein, ich wollte aber ein schönes Match zeigen", so der Deutsche, der stattdessen eine gute Stunde trainierte.
In der oberen Hälfte des Tableaus hat sich Alex de Minaur aus Australien ebenso für die Vorschlussrunde qualifiziert. Der Weltranglisten-Vierte schlug den Italiener Matteo Berrettini mit 6:1 und 7:6. Halbfinal-Gegner wird dann der topgesetzte Jannik Sinner oder der Kasache Alexander Bublik.