Kingsley Coman und Joao Palhinha verließen die Bayern im Sommer-Transferfenster. Coman zog es zu Al-Nassr nach Saudi-Arabien, während der portugiesische Teamkicker Palhinha per Leihe zum Premier-League-Klub Tottenham Hotspur wechselte, die Nordlondoner besitzen darüber hinaus eine Kaufoption. Beide Spieler äußerten sich nun kritisch über ihren Ex-Verein.
"Ich werde zurückkommen, um mich zu verabschieden, habe fast zehn Jahre dort verbracht, es ist der Verein, der mir am meisten am Herzen liegt", meinte der 29-Jährige gegenüber der "L´Equipe" noch versöhnlich, ehe der Franzose klarmachte, dass der Wechsel in die Wüste für kolportierte 25 Millionen Euro nicht das Wunschszenario Comans war. "Ein Teil des Vereins wollte, dass ich gehe. Mir wurde gesagt, dass der Klub aufgrund seiner finanziellen Lage offen für einen Wechsel sei. Ich hatte die Zuneigung des Trainers, der Fans, einiger Leute im Vorstand, aber nicht aller", erklärte der Flügelflitzer durchaus kritisch.
Wen Coman damit meint, ließ er offen, doch die Vermutung liegt nahe, dass sich die kritischen Worte unter anderem an Sport-Vorstand Max Eberl richten dürften. "Ganz am Ende des Transfers gab es Dinge, die ich nicht näher erwähnen möchte, die die Situation kompliziert machten", so Coman kryptisch.
Der 29-Jährige war 2015 zu den Bayern gekommen, bestritt 339 Spiele für Deutschlands Rekordmeister. Nun meinte Coman aber zum Saudi-Wechsel: "Es war die richtige Entscheidung."
Wesentlich kürzer war hingegen die Ära von Joao Palhinha. Der Mittelfeldspieler, der bei Ex-Coach Thomas Tuchel ganz oben auf der Wunschliste stand, kam im Sommer 2024, konnte sich unter Vincent Kompany aber nicht durchsetzen, wechselte nun zurück auf die Insel. Palhinha übte ebenso Kritik an den Bayern. "Bei Tottenham habe ich Chancen bekommen, die ich vorher nicht hatte. Ich habe nicht die Gelegenheit bekommen, die ich meiner Meinung nach verdient hätte", so der zentrale Mittelfeldspieler, der aktuell im Kreise der portugiesischen Nationalmannschaft weilt. Mit sieben Premier-League-Spielen, konstant starken Leistungen und bereits zwei Toren zeigte Palhinha jedenfalls auf.