Ein tragischer Vorfall erschüttert derzeit Zentralfrankreich: Ein rund 60-jähriger Mann soll laut Behörden seine Ex-Partnerin und deren Zwillingsschwester getötet haben. Nachbarn haben beobachtet, wie der mutmaßliche Täter "blutverschmiert, mit einer Schusswaffe in der Hand" das Haus einer der beiden Frauen im Dorf Montmorillon im Département Vienne verlassen hat, gab die regionale Staatsanwältin Rachel Bray am Sonntag bekannt. Der Mann wurde später mit einer Schusswunde in der Brust gefunden und ist seinen Verletzungen erlegen.
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Die beiden Frauen, ebenfalls um die 60 Jahre alt, waren laut Bürgermeister Jean-Luc Souchaud Zwillingsschwestern und im 7.000-Einwohner-Dorf "wohlbekannt". Souchaud erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, es handle sich um eine "sinnlose Tat" und einen "sehr schwierigen" Moment für die Familien der Opfer. Den mutmaßlichen Täter habe er persönlich nicht gekannt. Aus dem Umfeld wurde bestätigt, dass eine der Frauen die Ex-Partnerin des Mannes war.
Nachdem Nachbarn die Polizei verständigt hatten, fand die Gendarmerie laut Bray die Leichen der beiden Frauen. Der mutmaßliche Täter wurde kurz darauf vor seinem eigenen Haus "mit einer Schussverletzung im Brustbereich" entdeckt. Er wurde ins Krankenhaus nach Poitiers gebracht, wo er später für tot erklärt wurde.