Niederösterreich

Zwei Jugendliche ringen nach Böller-Unfall mit dem Tod

Nach der blutigen Böllernacht in NÖ mit einem Toten schweben am Neujahrstag zwei Jugendliche (16, 18) in Lebensgefahr.

Unfall-Ort am Tag nach Unfall in Ternitz.
Unfall-Ort am Tag nach Unfall in Ternitz.
ORF NÖ/Tobias Hollerer

Mancherorts endete die rauschende Silvesternacht in Niederösterreich tragisch bis tödlich: In Ternitz (Neunkirchen) hatten Jugendliche auf einem Feld Kugelbomben aus 50 Zentimeter langen Plastikrohren gezündet. 

Weil eine Kugelbombe offenbar nicht explodiert war, näherten sich auf einem Feld in Ternitz mehrere Jugendliche dem Sprengkörper: Ein 18-Jähriger dürfte sich über das Rohr gebeugt haben, als es zur Explosion kam. Trotz schnell eingetroffener Rettungskräfte gab es für den 18-Jährigen indes keine Rettung mehr, er starb noch vor Ort - mehr dazu hier.

18-Jähriger in Graz in Lebensgefahr

Ein 18-Jähriger wurde lebensgefährlich verletzt mit dem Rettungshubschrauber nach Graz geflogen. Sein Zustand gilt laut Polizei als kritisch. Ein 17-Jähriger und ein 19-Jähriger wurden unbestimmten Grades verletzt mit der Rettung ins Krankenhaus Wr. Neustadt gebracht. Zwei junge Frauen erlitten einen Schock - alles dazu hier.

Das Landeskriminalamt Niederösterreich nahm die Ermittlungen auf, laut ersten Infos dürfte es sich beim Sprengkörper um eine illegal aus Tschechien eingeführte Kugelbombe (F4-Kategorie) handeln.

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    Unfall-Ort am Tag nach Böller-Tragödie in Ternitz mit 1 Toten, 1 Schwer- und 2 Leichtverletzten.
    Unfall-Ort am Tag nach Böller-Tragödie in Ternitz mit 1 Toten, 1 Schwer- und 2 Leichtverletzten.
    ORF NÖ/Tobias Hollerer

    Fast dasselbe, furchtbare Unfallbild in Lichtenau (Bezirk-Krems-Land): Auch hier wollte in der Silvesternacht 2022 ein Jugendlicher einen Riesenböller zünden, der 16-Jährige erlitt dabei lebensgefährliche Verletzungen.

    16-Jähriger in äußerst kritischem Zustand

    Der Teenager wurde mit dem Notarzthubschrauber Christophorus 2 ins Uni-Klinikum St. Pölten geflogen, ringt mit dem Tod. Sein Zustand soll äußerst kritisch sein - mehr dazu hier.

    Rakete zerriß Hand von 19-Jährigem

    Im Bezirk Amstetten hatte ein alkoholisierter 19-Jähriger mit einer Rakete hantiert. Der Feuerwerkskörper zündete in der Hand des 19-Jährigen, wodurch dieser schwere Verletzungen an der Hand und im Gesicht erlitt. Er soll mehrere Finger verloren haben, wurde ins Amstettener Landeskrankenhaus gebracht. Sein Zustand ist jedoch stabil.

    22-Jähriger schwer verletzt

    Zu einem weiteren, schweren Pyro-Unfall kam es in Langenzersdorf (Bezirk Korneuburg): Zwei 22-Jährige ließen es kurz nach Mitternacht krachen. Unmittelbar nach dem Anzünden der Zündschnur setzte jedoch die Ladung des Verbundfeuerwerkes (F2) um, wodurch ein 22-Jähriger im Gesichtsbereich und der zweite 22-Jährige an der Hand durch einen Feuerwerkskörper getroffen. Ein 22-Jähriger kam per Rettung mit schweren Verletzungen ins Donauspital, der andere 22-Jährige wurde von Sanitätern vor Ort behandelt.

    Generell war es für die Rettungskräfte in Niederösterreich eine sehr fordernde Silvesternacht: Im Bezirk Gänserndorf kam es zu einem tödlichen Verkehrsunfall, im Bezirk Gmünd stürzte ein Mann in einen Bach und ertrank - mehr dazu hier.

    Auch in Oberösterreich wurde in der Silvesternacht ein 24-Jähriger durch eine Kugelbombe schwer verletzt - mehr dazu hier. Seit Silvester 2011 starben in NÖ und OÖ fünf Menschen, meist junge Menschen, durch das unsachgemäße Zünden von Kugelbomben - alles dazu hier.