"Radarkasten hilft nicht"

Zwei Menschen tot – nun lauter Ruf nach Section Control

Section Controls sind bei Rasern besonders verhasst. Auf einer extrem gefährlichen Strecke wird nun der Ruf nach der genauen Messmethode immer lauter.
Oberösterreich Heute
31.07.2026, 03:00
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Der tragische Unfall ist bei vielen noch in trauriger Erinnerung: Vor knapp zwei Wochen sind zwei Menschen in Weng (Bez. Braunau) auf der Innviertler Straße (B148) umgekommen. Nach der Frontalkollision waren eine 57-jährige Ungarin und ein Spanier (56), der mit seiner Familie im Auto saß, nicht mehr zu retten.

"Heute" hat wiederholt über die berüchtigte Strecke berichtet: Seit Jahren sind dort besonders viele Temposünder unterwegs. Um der Situation Herr zu werden, setzten die Behörden auf ein mobiles Radar, das immer wieder die Position wechselte und so viele Bleifüße überraschte.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Der tödliche Crash und die generelle Häufung von Verkehrsunfällen hat jetzt die SPÖ auf den Plan gerufen: Im ersten Quartal 2026 in Oberösterreich 1.573 Verletzten im Straßenverkehr verletzt  – elf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum –, zitiert sie Zahlen der Statistik Austria. Die Zahl der Toten stieg von zwölf auf 14.

Für Abgeordnete Gabriele Knauseder sei das ein Beleg dafür, "dass auf der B148 endlich gehandelt werden muss". Neben einer Radarkette fordert sie die Umsetzung der geplanten Umfahrung Elling. Die Gemeinde habe mehrere Varianten vorgelegt. "Dass das Land trotzdem keine Entscheidung trifft, liegt in der politischen Verantwortung des Verkehrslandesrats."

"Darf nicht am Geld scheitern"

Auch die Grünen appellieren an den zuständigen Referenten Günther Steinkellner (FPÖ): "Ein Radarkasten, vor dem kurz gebremst wird, hilft da nicht weiter. Die beste Lösung wäre eine Form von Section Control", ist Mobilitätssprecherin Dagmar Engl überzeugt.

Diese sei unter strengen Kriterien auch auf Landesstraßen möglich, auf dieser Hochrisikostrecke wäre es sowohl logisch als auch gerechtfertigt. Dafür brauche es eine Verordnung durch das Land und die Finanzierung, so Engl. "Am Geld darf und sollte es nicht scheitern, auch nicht am Willen."

{title && {title} } red, {title && {title} } 31.07.2026, 03:00