Österreich

Zwei tote Kinder bei Unfall: Mutter muss vor Gericht

Heute Redaktion
13.09.2021, 15:20

Paukenschlag im Fall des Radanhänger-Unfalls im Bezirk Korneuburg: Sowohl der Pkw-Lenker als auch die Mutter der toten Kinder (1,4) werden wegen fahrlässiger Tötung angeklagt.

Die Staatsanwaltschaft Korneuburg stellte einen Strafantrag wegen fahrlässiger Tötung gegen den Autolenker und auch gegen jene Tullnerin (39), die den E-Roller samt Anhänger gelenkt hatte.

Der damals 60-Jährige muss sich zudem wegen fahrlässiger Körperverletzung verantworten, da auch die Mutter Blessuren erlitten hatte, so der Sprecher der Anklagebehörde, Friedrich Köhl, gegenüber "Heute".

Wie berichtet, war es am 4. August um 20.50 auf der B19 bei Hausleiten (Korneuburg) zu dem Unfalldrama gekommen: Die 39-Jährige lenkte einen Elektro-Roller (Anm.: gilt als E-Fahrrad), im angekoppelten Radanhänger saßen ihre beiden Töchter (1, 4) und zwei Chihuahuas. Der Pkw-Lenker übersah das Gefährt, es kam zur Kollision. Für die Einjährige kam sofort jede Hilfe zu spät, auch die Hündchen waren auf der Stelle tot. Die Vierjährige starb kurz darauf im Spital.

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Laut Anklage hatte die Frau vor allem drei Regelverstöße begangen: Die Kinder trugen keinen Helm, der Anhänger hatte keine oder nur unzureichende Lichter und keine Rückstrahler. Und: Die mindestens 1,5 Meter hohe Fahne mit Wimpel am Anhänger fehlte.

Ein Prozesstermin steht noch nicht fest, für beide Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.

Erich Wessely

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