Es ist eine Tat, die ganz Sizilien in Schockstarre zurücklässt. In der süditalienischen Stadt Licata ist es am Mittwoch zu einer schrecklichen Bluttat gekommen. Ein 48-jähriger Italiener geriet mit seinem jüngeren Bruder wegen der Aufteilung eines Grundstücks in einen heftigen Streit. Die Situation eskaliert. Der Mann griff zur Waffe, drückte mehrmals ab – und löschte mit einem Schlag eine ganze Familie aus. Unter den Opfern: Sein 45 Jahre alter Bruder, dessen 40-jährige Schwägerin und die gemeinsamen Kinder des Paares. Sie waren erst 11 und 15 Jahre alt.
Nach seiner Wahnsinnstat ergriff der Italiener die Flucht und schoss sich wenige Meter vom Tatort entfernt selbst in den Kopf. Währenddessen soll der Mann mit der Polizei telefoniert haben. Als die Carabiniere eintrafen, atmete er noch. Er wurde intubiert und per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus im nahegelegenen Caltanissetta gebracht. Dort erlag der Schütze seinen schweren Verletzungen.
Nach Informationen der Polizei soll der 48-Jährige seinen Bruder gegen 7 Uhr Früh in dessen Haus im Stadtteil Safarello besucht haben. Es kam zum Streit – dabei soll es sich um die Aufteilung eines landwirtschaftlichen Grundstücks gehandelt haben. Der Ältere der beiden zückte eine Pistole und erschoss seinen Bruder noch vor dessen Haus.
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Danach betrat er das Gebäude und suchte nach dem Rest der Familie, tötete seine Schwägerin und erschoss anschließend seine 15-jährige Nichte und den 11-jährigen Neffen. Der Bub wurde unter dem Bett in eine Decke eingewickelt von den Ermittlern entdeckt. Die Waffe, mit der er die Familie brutal hinrichtete, hat der Italiener legal besessen. Die Brüder lebten früher in einem Haus. Immer wieder soll es zwischen den beiden zu heftigen Erbstreitigkeiten gekommen sein.