Schwarzmarkt boomt

Alles geht in Rauch auf – zwei von fünf Vapes illegal

Bis zu 40 Prozent der E-Zigaretten kommen aus illegalen Quellen. Behörden warnen vor einem wachsenden Problem mit Schwarzmarkt-Vapes.
Newsdesk Heute
14.03.2026, 20:00
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

E-Zigaretten, sogenannte Vapes, werden immer beliebter. Sie schmecken nach Menthol oder Limonade und gelten als weniger schädlich als normale Zigaretten. Doch der Schwarzmarkt wächst rasant.

"Bis zu 40 Prozent der hier konsumierten Vapes kommen aus illegalen Quellen – Tendenz steigend", warnt der Chef des deutschen Branchenverbandes BVTE, Jan Mücke. Sollte ein geplantes Verbot von Menthol-Produkten kommen, könnte sich der Schwarzmarkt bis 2030 verdoppeln.

Wie n-tv.de berichtet, zeigen mehrere aktuelle Studien ein düsteres Bild. Das Forschungsinstitut Fraunhofer ILS schätzt den Schwarzmarktanteil in Deutschland auf über 30 Prozent. Im EU-Schnitt liege der irreguläre Markt sogar bei 48 Prozent.

Zöllner kapitulieren vor der Masse

"Der illegale Markt wächst in einem schwindelerregenden Tempo", sagt der Bundesvorsitzende der Deutschen Zoll- und Finanzgewerkschaft, Thomas Liebel. Man könne nur stichprobenhaft kontrollieren. "Als Zoll müssen wir vor illegalen Tabak- und Nikotinprodukten mehr oder weniger kapitulieren, weil die Masse so groß ist."

90 Prozent der illegalen Ware stammen aus China. Legale Vapes haben in Deutschland maximal 1000 Züge, doch im Internet werden illegale mit bis zu 25.000 Zügen angeboten. Die Gewinnmargen für Kriminelle sind enorm – der Einkaufspreis liegt oft bei nur einem Zehntel des Schwarzmarktpreises.

Organisierte Kriminalität profitiert

Besonders alarmierend: Die Schwarzmarkt-Händler sind laut Liebel häufig in die organisierte Kriminalität verwickelt. Das Geld aus illegalen Vapes diene als Anschubfinanzierung für Menschen- und Drogenhandel.

In Bayern wurden zuletzt 69 Paletten mit jeweils 12.500 illegalen Vapes sichergestellt. Die Vernichtung kostete den deutschen Steuerzahler rund 750.000 Euro – die Hintermänner in China blieben unerreichbar.

{title && {title} } red, {title && {title} } 14.03.2026, 20:00
Jetzt E-Paper lesen