Bundibugyo-Virus

Zweiter Ebola-Patient in Deutschland gelandet

Ein weiterer mit Ebola infizierter US-Bürger wurde zur Behandlung nach Frankfurt geflogen. Der Ausbruch im Kongo forderte schon über 700 Tote.
Technik Heute
13.07.2026, 19:07
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

In der Nacht ist ein zweiter an Ebola erkrankter US-Amerikaner zur Behandlung nach Deutschland gebracht worden. Die Person landete auf dem Frankfurter Flughafen und wurde direkt in die Universitätsklinik der hessischen Stadt gefahren.

Die US-Gesundheitsbehörde CDC teilte mit, dass es sich um einen US-Staatsbürger handle, der für eine humanitäre Organisation in der Demokratischen Republik Kongo arbeitet. Die Person wurde positiv auf die dort grassierende Bundibugyo-Variante des Virus getestet.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Nach Angaben des Spiegel wies die Person bereits Krankheitssymptome auf. Der Transport sei reibungslos verlaufen, sagte Timo Wolf, Leiter der Sonderisolierstation für hochpathogene Infektionserreger. Der Zustand sei derzeit stabil.

Kein Impfstoff, keine Therapie

Das Ebolafieber ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus kann durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen werden. Für den Bundibugyo-Typ gibt es bislang weder einen Impfstoff noch eine etablierte Therapie.

Aktuell rekrutieren Experten Patienten für eine Medikamentenstudie. Erprobt werden sollen der antivirale Wirkstoff Remdesivir und der Antikörpercocktail MBP134. In Tierversuchen hätte sich gezeigt, dass die beiden Präparate gegen das Bundibugyo-Virus wirksam seien.

Bereits über 700 Tote im Kongo

In der Demokratischen Republik Kongo gibt es nach Behördenangaben inzwischen 702 bestätigte Todesfälle. Bis Sonntag wurden 1926 Fälle im Labor nachgewiesen. Aktuell werden 753 Menschen in Krankenhäusern oder Isolierstationen behandelt.

Der erste amerikanische Ebola-Patient war bereits am 20. Mai in die Berliner Charité aufgenommen worden. Nach gut zweiwöchiger Behandlung wurde er aus dem Krankenhaus entlassen. Seine Frau und vier Kinder kamen als Hochrisikokontakte ebenfalls in die Charité, hatten aber keine Symptome.

Laut Bundesgesundheitsministerium besteht für die Bevölkerung keine Gefahr. Die Patienten werden auf Sonderisolierstationen behandelt, die vom regulären Klinikbetrieb vollständig getrennt sind.

{title && {title} } tec, {title && {title} } 13.07.2026, 19:07