KI-Pornos ohne Zustimmung

Zwölf Porno-Webseiten wegen Deepfakes gesperrt

In New York wurden zwölf Webseiten gesperrt, weil sie Deepfake-Pornos mit etwa 1.200 betroffenen Personen veröffentlichten.
Newsdesk Heute
15.09.2026, 22:49
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Die Justiz in New York hat im Kampf gegen Cyberkriminalität einen großen Schritt gesetzt.

Zwölf Webseiten, die gefälschte Pornobilder und Videos veröffentlichten, sind beschlagnahmt worden. Die manipulierten Inhalte zeigten rund 1.200 Menschen in sexuellen Situationen – ohne deren Einwilligung.

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Vor allem Frauen im Fokus der Fälscher

Laut den Behörden wurden Fotos und Videos realer Menschen mit künstlicher Intelligenz bearbeitet, um täuschend echte Aufnahmen zu erstellen. Die gefälschten Inhalte wurden über die Webseiten verbreitet und verkauft.

Besonders häufig waren Frauen betroffen, viele von ihnen aus der Öffentlichkeit – etwa Schauspielerinnen, Politikerinnen oder Influencerinnen. Wie lessentiel.lu berichtet, warben die Seiten offen mit solchen Fälschungen.

Deepfakes sind mit KI erzeugte oder veränderte Bilder, Videos oder Tonaufnahmen. Sie zeigen Personen in Situationen, die nie tatsächlich stattgefunden haben.

Die Ermittlungen wurden laut Staatsanwaltschaft durch eine Betroffene ausgelöst, die meldete, dass eine Seite Deepfake-Bilder von ihr veröffentlichte. Manhattans Staatsanwalt Alvin Bragg bezeichnete die Aktion als die bisher größte Beschlagnahmung von Webseiten mit illegaler KI-Pornografie.

Behörden warnen vor Nachahmern

Das Technologiemagazin Wired stellte bereits fest, dass auf mehreren der beschlagnahmten Seiten Hinweise der Behörden zu sehen sind. Archivierte Versionen zeigen, dass einzelne Videos zehntausende Male aufgerufen wurden.

Die Ermittlungen gegen die Betreiber und Ersteller der Inhalte laufen weiter. Festnahmen gab es laut Bragg und der Nachrichtenagentur AFP bislang nicht.

Die Staatsanwaltschaft will die Angebote weiterhin beobachten, um einen Neustart unter neuen Internetadressen zu verhindern. Betroffene werden aufgerufen, sich bei der zuständigen Abteilung für Internetkriminalität zu melden.

red,15.09.2026, 22:49