Christchurch-Anschlag

15. März 2019 13:55; Akt: 15.03.2019 14:21 Print

Darum zeigt "Heute" das Video des Killers nicht

In den sozialen Medien inszenierte der Moscheen-Killer seine Taten. Es zu teilen, spielt ihm in die Hände.

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Der Schmerz einer Nation steht ihr ins Gesicht geschrieben: Nach der größten Schießerei in der Geschichte Neuseelands vom 15. März 2019 mit 50 Toten nimmt Premierministerin Jacinda Ardern vor den Medien Stellung. In einen Hidschab gehüllt, trifft die Staatschefin Angehörige der Terroropfer. Immer wieder umarmt sie muslimische Frauen und versucht, Trost zu spenden. Auch in der Hauptstadt Wellington besucht sie eine Moschee, um dort Blumen niederzulegen. Ihr seid nicht allein, ihr seid ein Teil von uns, so ihre Botschaft an die etwa 50.000 Muslime im Land. Blumen vor der Masjid Moschee in Wellington. Viele zeigen mit Blumen und Kerzen ihre Anteilnahme. Einige Angehörige warten vor dem Krankenhaus gebangt auf Neuigkeiten. Die Flagge vor dem Parlament in Wellington steht als Zeichen der Trauer auf Halbmast. In Dhaka, Bangladesh, betet man für die Opfer von Neuseeland. Angehörige warten vor einem Spital. Überlebender Ramzan Ali. Ein festgenommener Tatverdächtiger wurde wegen des Mordes angeklagt. Muslime in Bangladesch beten für die Opfer der Christchurch-Moschee-Attacken in Neuseeland. Muslime vor der Baitul Mukarram National Moschee in Dhaka, Bangladesh. Sie beten für die Opfer des Terrorakts in Neuseeland. Zeugen auf der Deans Avenue vor der Al Noor Moschee. Neuesten Informationen zufolge gibt es fast 50 Verletzte. Premierministerin Jacinda Ardern spricht von einem der "dunkelsten Tage des Landes". Die Al Noor Mosque in der Deans Avenue in Christchurch. Hier wurden 41 Personen getötet. Polzeisprecher Mike Bush erklärte, dass vier Personen festgenommen wurden. Polizisten im ganzen Land würden für die Sicherheit der Bevölkerung sorgen. Die Polizei spricht mittlerweile von 49 Toten. Dutzende Personen wurden verletzt. Der Schütze soll die Tat gefilmt haben. Vier verdächtige Personen wurden festgenommen. Es handelt sich laut Behörden klar um einen "rechtsextremen, ausländerfeindlichen Terrorakt". Premierministerin Ardern spricht von 40 Todesopfern und Dutzenden Verletzten. Neuesten Informationen zufolge soll es sich um einen "rechtsextremen Terrorakt" handeln. Polizeisprecher Mike Bush bestätigte, dass Moscheen geschlossen bleiben. In zwei Moscheen der neuseeländischen Stadt Christchurch sind Schüsse gefallen. Die Polizei bestätigt mehrere Todesopfer. Die Zahl der Opfer war noch unklar. Vier verdächtige Personen wurden festgenommen. Große Teile der Stadt wurden abgeriegelt und Schulen geschlossen. Die Polizei bittet die Bevölkerung, zuhause zu bleiben. Über die Hintergründe war zunächst nichts bekannt.

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Brenton Tarrant, der mutmaßliche Massenmörder von Christchurch, übertrug sein Blutbad per Live-Stream ins Netz. Wie in einem Ego-Shooter ist der Terrorist zu sehen, zunächst bei der Anfahrt zum späteren Tatort, einer Moschee. Im Auto hört er den Marsch der Britischen Grenadiere und ein serbisches Lied, das den Kriegsverbrecher Radovan Karadžić verherrlicht, bei sich hatte er Sturmgewehre und eine Schrotflinte mit aufgemalten Widmungen.

Schütze streamte das Blutbad

Was folgt, ist unerträglich. Es verdient Öffentlichkeit, darf aber nicht unkommentiert stehen. Wer das Video ins Netz stellt, spielt dem Killer in die Hände. "Heute" hat entschieden: Die Redaktion zeigt es nicht, auch nicht in Ausschnitten. Was zu sehen ist, wird hier bezeugt.

Der Schütze betritt die Moschee im Laufschritt, schießt sofort los. Wahllos feuert er auf alles, was sich bewegt. Die Gläubigen drängen sich in den Ecken zusammen, der Killer schießt in die Masse. Er lässt leere Magazine zu Boden fallen, lädt nach, mordet weiter.

Dann stürzt sich ein Mann auf den Angreifer, will ihm das Gewehr entreißen. Tarrant stolpert, stößt ihn zurück, schießt. Nichts rührt sich mehr, doch der Attentäter ist nicht am Ende, zielt auf reglose Körper, drückt ab. Am Auto holt er Munition, tauscht die Waffen aus, geht zurück ins Gotteshaus, schießt auf Tote und Sterbende.

Als es vorbei ist, prahlt Tarrant mit seiner Tat. Er fährt los. "Fire", dröhnt aus den Lautsprechern "I'll take you to burn". Dann Europop: "Gas Gas Gas".

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fek Njus am 18.03.2019 19:30 Report Diesen Beitrag melden

    Darum zeigt "Heute" das Video des Killers nicht

    Kein Blut, kein Anschlag ?!

  • S.Oliver am 15.03.2019 17:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nichts ist armseliger und

    feiger, als mit einer automatischen Waffe auf Menschen zu schießen die nicht die geringste Chance haben sich zu wehren oder retten. Diese Mörder sind das Feigste und Verachtenswerteste was es unter Mördern gibt. Niemand kann sowas gut heißen wenn er nur im Geringsten normal tickt.

    einklappen einklappen
  • S.Oliver am 16.03.2019 08:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geht nicht darum w e r bei solchen

    Hinrichtungen sein Leben verliert, sondern um die feige Brutalität an sich. Wie kann man auf Menschen schießen die sich hilflos in einem Eck zusammen drücken und überhaupt keine Möglichkeit haben sich irgendwie zu wehren? Daran dass Gegenkommentare, mit Daumen runter bewertet werden , sieht man wie krank im Kopf die Menschen oft ticken. Zum Glück sind die Meisten aber eh nur Maulhelden und werden nie aktiv.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Fek Njus am 18.03.2019 19:30 Report Diesen Beitrag melden

    Darum zeigt "Heute" das Video des Killers nicht

    Kein Blut, kein Anschlag ?!

  • S.Oliver am 16.03.2019 08:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geht nicht darum w e r bei solchen

    Hinrichtungen sein Leben verliert, sondern um die feige Brutalität an sich. Wie kann man auf Menschen schießen die sich hilflos in einem Eck zusammen drücken und überhaupt keine Möglichkeit haben sich irgendwie zu wehren? Daran dass Gegenkommentare, mit Daumen runter bewertet werden , sieht man wie krank im Kopf die Menschen oft ticken. Zum Glück sind die Meisten aber eh nur Maulhelden und werden nie aktiv.

  • S.Oliver am 15.03.2019 17:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nichts ist armseliger und

    feiger, als mit einer automatischen Waffe auf Menschen zu schießen die nicht die geringste Chance haben sich zu wehren oder retten. Diese Mörder sind das Feigste und Verachtenswerteste was es unter Mördern gibt. Niemand kann sowas gut heißen wenn er nur im Geringsten normal tickt.

    • Chris am 16.03.2019 09:56 Report Diesen Beitrag melden

      Moschee

      Ach ja? Und was ist mit den islamistischen Attentätern? Mit einem LKW in einen Weihnachtsmarkt Rasen? Oder das Konzert damals in Frankreich usw.. ? Die enthauptung und Misshandlung tausender Christen unter dem IS? Mit Autos in Häuser oder in Menschengruppen fahren und sich in die Luft sprengen?

    • S.Oliver am 16.03.2019 15:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Chris

      Mir geht es nicht darum, wer wen gerade so dahin metzelt, sondern um die Feigheit mit einer automatischen Waffe auf unbewaffnete Menschen zu feuern. Klar bei jeder Art Anschlag gibt es unschuldige Tote, aber bei solchen Dingern ist die Chance zu überleben gleich null. Es bringt auch nichts es den Terroristen gleich zu tun. Wieso werden nicht die Attentäter zur Rechenschaft gezogen sondern Unschuldige zu Opfern gemacht. Sollen sich die Extremisten gegenseitig auslöschen. Aber dazu sind die zu feige. Könnte der Gegner ja zurück ballern.

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  • Roman Polz am 15.03.2019 14:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    ist auch gut so. Nachahmer unerwünscht! wieso man das nicht sofort ganz aus dem Netz eliminiert?

    • jens am 15.03.2019 15:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Roman Polz

      damit man sieht das auch nicht moslems zu solchen terrorakten fähig sind ;) wenn schon alles gezeigt und geschriebn wird. dann auch das

    • Gerda am 16.03.2019 06:43 Report Diesen Beitrag melden

      delete

      Man kann nichts aus den Netz "eliminieren", solkte sich laangsam herumgesprochen haben...

    • S.Oliver am 16.03.2019 08:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Roman Polz

      Eigentlich erschreckend dass sich sowas jemand auch noch ansehen will.

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