Brenton Tarrant ist Australier

15. März 2019 13:05; Akt: 15.03.2019 13:06 Print

Täter verehrt Breivik und will Merkel töten

Der Attentäter von Neuseeland ist Verehrer des norwegischen Attentäters Anders Breivik – und twitterte noch Stunden vor seiner Tat.

Vier Verdächtige Personen wurden festgenommen. (Bild: Reuters)

Vier Verdächtige Personen wurden festgenommen. (Bild: Reuters)

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Brenton Tarrant heißt der Mann, der Anschläge auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch verübt und dabei mindestens 40 Menschen erschossen haben soll. Noch Stunden vor der Tat twitterte der Australier auf seinem mittlerweile gelöschten Account.

Über den Dienst verbreitete er im Vorfeld ein Manifest mit dem Titel "The Great Replacement" – abgeleitet von einer rechtsextremen Verschwörungstheorie, nach der die Politiker und Führer des Westens einen Austausch der einheimischen Bevölkerung durch Muslime planen. Dort beschrieb er sich als "normalen, 28-jährigen weißen Mann". Er wolle Rache nehmen an den "Tausenden Toten, die Europa in seiner Geschichte durch ausländische Invasionen zu erleiden hatte."

Anders Breivik als Inspiration

"Ich unterstütze viele, die gegen ethnischen und kulturellen Genozid aufstehen", schrieb er laut einem Forscher des Institute for Strategic Dialogue. Dazu gehörten etwa der Angreifer, der vor etwa einem Jahr in der italienischen Kleinstadt Macerata aus einem Auto auf Ausländer schoss – aber auch Anders Breivik.

Der norwegische Terrorist hatte am 22. Juli 2011 Anschläge in der Innenstadt Oslo und auf ein Lager der Jugendorganisation der Sozialdemokraten auf der Insel Utøya, bei denen 77 Menschen ums Leben kamen – der größste Teil davon Jugendliche. Breivik gilt als rechtsextrem und islamophob.

Trump als Symbol der Identität

Mit den "Ritter-Brüdern" von Breivik sei er in Kontakt gestanden, schrieb Tarrant: "Sie haben mich auf meiner Mission unterstützt". Von Breivik habe er "wahre Inspiration" geholt. Gelesen habe er auch die Schriften von Dylan Roof – jenem Attentäter, der im Juni 2015 in Charleston im US-Bundesstaat South Caroline in einer Kirche neun afro-amerikanische Kirchenbesucher erschossen hatte.

US-Präsident Donald Trump sei ein "Symbol der weißen Identität und des gesunden Menschenverstand". Als Symbol dafür unterstütze er ihn. Als Führer und Politiker hingegen halte er nichts von Trump.

"Kill Merkel"

In einem Tweet postete Tarrant zwei Tage vor der Tat Fotos von seinen Waffen. In seinem Manifest, das mittlerweile von der Plattform scribd gelöscht wurde, schrieb er unter anderem, Angela Merkel, Recep Tayip Erdogan und Sadiq Khan, der Bürgermeister von London, müssten getötet werden.

Im Manifest kritisierte Tarrant die Immigration und den Islam. Auf Twitter verbreitete er immer wieder Links zu Artikeln, in denen über Ausländerkriminalität berichtet wurde – aber auch einen Artikel der "Deutschen Welle", der die mögliche Gründung eines rechtsextremen Netzwerks in der Bundeswehr thematisierte, verbreitete der Attentäter.

Zu seinen Vorbildern gehörten offenbar auch Anti-kommunistische Kämpfer zu Zeiten des Kalten Kriegs in den sowjetisch besetzten Staaten: "Gott behüte die Gefallenen", schrieb er dazu in einem Tweet.


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  • Calimero am 15.03.2019 09:12 Report Diesen Beitrag melden

    Die Queen

    formales Staatsoberhaupt von Neuseeland schweigt. Das islamfeindliche Klientel, dass normalerweise sich kommentarisch hier ergießt schweigt ebenfalls oder die verhetzenden Bemerkungen werden besser eliminiert. Ein Dank diesbezüglich an die aufmerksame Redaktion.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Calimero am 15.03.2019 09:12 Report Diesen Beitrag melden

    Die Queen

    formales Staatsoberhaupt von Neuseeland schweigt. Das islamfeindliche Klientel, dass normalerweise sich kommentarisch hier ergießt schweigt ebenfalls oder die verhetzenden Bemerkungen werden besser eliminiert. Ein Dank diesbezüglich an die aufmerksame Redaktion.

    • Unkritscher geist am 15.03.2019 10:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Kritischer Geist

      Leider ist zu befürchten dass auch bei uns durch die Burschenschafter und ihre Klientel passieren könnte. So wie die FPÖ gegen alles Fremde hetzt, darf man sich dann nicht wundern, wenn ein nicht besonders intelligenter Blauer zur Waffe greift und glaubt das Umzusetzen was seine Blauen Heilsbringer propagieren.

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