Klimatrends

08. April 2019 22:15; Akt: 09.04.2019 07:11 Print

Menschheit laut EU-Studie vom Aussterben bedroht

Vor dem "Aussterben der Menschheit" wird in einer neuen, offiziellen EU-Studie zu Zukunftstrends und Strategien in Sachen Klimapolitik gewarnt.

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Die Studie "Globale Trends 2030: Herausforderungen und Entscheidungen für Europa" zeichnet ein – äußerst negatives – Bild darüber, wie wir im Jahr 2030 leben werden. Wenn die Temperaturen bis dahin noch weiter ansteigen sollten, bedeute dies das Ende.

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"Ein Anstieg um 1,5 Prozent ist das Maximum, das der Planet noch ertragen kann", heißt es darin.

Sollten die Temperaturen danach noch weiter klettern, würden wir uns auf noch mehr Dürren, Überschwemmungen, extreme Hitze und Armut einstellen müssen. Abgesehen davon würden Waldbrände auf ein unkontrollierbares Ausmaß ansteigen und die Migration (Klimaflüchtlinge) enorm ansteigen, Menschen würden sich in Städten ansammeln.

"Untergang der Schwächsten"

In weiterer Konsequenz bedeute es wohl den "Untergang der schwächsten Mitglieder der Bevölkerung – und im schlimmsten Fall das Aussterben der Menschheit."

In der ESPAS-Studie ("European Strategy and Policy Analysis System") wird darüber hinaus darauf hingewiesen, dass sich die Schere zwischen Armut und Reichtum noch weiter öffne und die Gewaltbereitschaft größer würde. Werte wie Demokratie, Menschenrechte und eine friedliche Konfliktlösung würden an Bedeutung verlieren.

Klimawandel das wichtigste politische Zukunftsthema

Im Fazit wird von den Autoren zwar festgehalten, dass die Prognosen für 2030 nicht genau so, wie beschrieben, eintreffen müssen. Das tue der Intention hinter dem Bericht, das Augenmerk auf die Wichtigkeit vom Klima- und Umweltschutz zu lenken, aber keinen Abbruch – im Gegenteil.

Um die Szenarien verhindern zu können, müsse jetzt und nicht erst in Zukunft gehandelt werden. "Egal, wie turbulent die nächsten Jahre auch sein mögen, unsere Ziele für die Zukunft nicht aus den Augen zu verlieren, wird die wichtigste Aufgabe sein", schließt der Bericht.

Brisant an dem offiziellen Papier ist auch, dass sich die Inhalte weitgehend mit den Forderungen der "Friday For Future"-Bewegung der schwedischen Umweltaktivistin Greta Thunberg decken. Schüler gehen europaweit seit einigen Wochen freitags auf die Straße, um sich für den Klimaschutz stark zu machen.

Klimademo "Fridays for Future" am 05. April in Wien

Lesen Sie dazu: Tausende trotz Regen bei Wiener Klima-Demo >>>

Hier können Sie die ganze Studie, die am Montag im EU-Parlament vorgelegt wurde, nachlesen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • nsu-karl am 09.04.2019 05:17 Report Diesen Beitrag melden

    Wen wunderts

    Die EU Europas Untergang tut aber auch wirklich alles dafür, daß die Menschheit untergehen muß!

  • Preibisch am 09.04.2019 00:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nachdenken

    Wird dann aus toleranz gemeinsam gestorben oder benutzen wir unser Militär endlich das was wir es haben zur verteidigung

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  • hasi am 09.04.2019 05:00 Report Diesen Beitrag melden

    selbst vorleben bitte DANKE

    . Die EU-Zentrale mit ihren ca. 50.000 EU-Beamten als treibende Kraft beim Klima/Umwelts. sollte mit gutem Bsp. vorausgehen und zeigen, dass sie das Ganze auch selbst Ernst nehmen: auf alle innereurop. Dienstreisen mit dem Flugzeug verzichten und die Reisen anstatt mit der Bahn durchführen bzw. Weiters bringt das EU-Verbot von Wattestäbchen, Luftballonhalter, Plastikeinwegessg. mengentechn./umweltschutztechn. genau nichts. Im Sinne der Gleichbehandlung/Nichtdiskriminierung beim Verbot hätte man alles Plastik verbieten müssen. Palmölthema nicht gelöst...

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Rudi am 09.04.2019 12:57 Report Diesen Beitrag melden

    Je früher umso besser

    Welche hervorragende Nachrichten für unseren Planeten.

  • Francis Lane am 09.04.2019 12:50 Report Diesen Beitrag melden

    tja, so is halt der Lauf der Zeit

    wir sind weder die erste Spezies der das Aussterben droht bzw. bevorsteht und wir werden auch sicherlich nicht die letzte sein..... somit ist es sowieso keine Frage OB es passiert, sondern lediglich WANN.

  • Lumpazi Vagabundus am 09.04.2019 12:10 Report Diesen Beitrag melden

    allein schon die 'erschaffung'

    der menschheit, war für unser mütterchen erde das schlimmste was ihr hätte passieren dürfen. wie wir wissen, ist der mensch das gnadenloseste, rücksichtsloseste, brutalste und letztendlich sinnloseste geschöpf, das auf erden wandelt.

  • eb am 09.04.2019 11:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Verlust

    Die Speziell Mensch hat ihr Lebensrecht schon länger verwirkt Bei allen Ungeheuerlichkeiten die sie anderen Menschen,Tieren und der Natur abtat und tut.

  • Django am 09.04.2019 11:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Überbevölkerung

    Es wird eher die Zeit kommen, wo sich die Menschen gegenseitig auffressen werden, weil es nicht mehr genug Lebensmittel geben wird.