Wiener Linien

09. November 2018 11:19; Akt: 09.11.2018 14:49 Print

U-Bahn-Bau von U2/U5 verzögert sich dramatisch

Um bis zu einem Jahr länger als geplant dauert der Bau des neuen Linienkreuzes U2/U5 - wegen "inakzeptabler Angebote" von Baufirmen im Zuge einer Ausschreibung. Das gaben die Wiener Linien am Freitag bekannt.

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Wie der Geschäftsführer der Wiener Linien, Günter Steinbauer, am Freitag bei einer Pressekonferenz bekannt gab, wird es um neun bis zwölf Monate länger dauern, bis der Ausbau der U-Bahn fertig sein wird. Der Zubau der U5 hätte nach ursprünglichen Plänen im Jahr 2024 in Betrieb gehen sollen. Für das Jahr 2026 war der U2-Anschluss bis zum Matzleinsdorfer Platz geplant.

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Es geht konkret um ein großes Leistungspaket für den Bau der neuen U5-Strecke zwischen Frankhplatz und der neuen Knotenstation Rathaus.

Steuergelder nicht verschwenden
Grund für die Verzögerungen: Die Ausschreibungen für die Arbeiten im schweren Tiefbau seien aufgrund der guten Auftragslage in diesem Bereich und der erfreulichen Wirtschaftslage anders ausgegangen, als im Finanzplan vorgesehen. Die Kosten für den U-Bahn-Bau seien "nicht zu tragen, schließlich bauen wir mit Steuergeldern", erklärte Steinbauer.

Daher habe man sich entschieden, hier eine Neuausschreibung mit etwas geänderten Rahmenbedingungen durchzuführen und damit mehr Verhandlungsspielraum zu erreichen.

Damit das gleiche Problem nicht auch beim großen Tunnelbauauftrag vom Matzleinsdorfer Platz in Richtung Neubaugasse - für die südliche U2-Verlängerung - auftritt, haben sich die Wiener Linien entschieden, auch diese Ausschreibung noch einmal zu überarbeiten und nicht wie geplant in den nächsten Tagen rauszugeben, sondern später.

Wiederholung sorgt für Verzögerung
Man wolle die höheren Kosten nicht hinnehmen, nur um "stur im Zeitplan zu bleiben". Stattdessen wolle man die Ausschreibung wiederholen.

Um welche Summe und welche Firmen es genau gehe, wollte Steinbauer aufgrund des laufenden Verfahrens nicht sagen. Jedoch: Man habe 30 Jahre lang Erfahrung im U-Bahn-Bau und einen Durchschnittswert, was ein Kilometer U-Bahn kosten würde.

Bei den Stationen Frankhplatz und Rathaus werde überirdisch gebaut, bei der Strecke vom Matzleinsdorfer Platz (der Durchstich erfolgte Anfang Oktober) in die Wiener City werde man mit einer Tunnel-Bohrmaschiene in 30 Meter Tiefe durchgraben.

Mit den Verzögerungen rechnen die Wiener Linien nun mit einer Fertigstellung für die U5 zum Frankhplatz ab 2025, für die U2 zum Matzleinsdorfer Platz ab 2027.

+++ U-Bahn am Stephansplatz entgleist ++

U6-Halteschlaufen jetzt im Regenbogen-Design

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Censorship am 09.11.2018 12:07 Report Diesen Beitrag melden

    Ende mit der Made im Speck....

    Muss man schon verstehen. Die Baufirmen sind nun verunsichert, bislang konnte man lügen und betrügen, was das Zeug hielt, da es die rot-grüne Stadtdiktatur verheimlichte. Nun schauen diese dummen Wähler plötzlich genauer hin... Frechheit... :D

  • UnbequemAberWahr am 09.11.2018 14:36 Report Diesen Beitrag melden

    Tja...

    was soll man sagen, sind im Vorfeld halt ein paar Kuverts zuwenig an die "richtigen" Rot-/Grünlinge übergeben worden. Beim Heumarkt hat's sogar dafür gereicht, daß die Vaselinekuh die eigene Basis nach einer Abstimmung übergehen konnte, damit den Spekulanten das Hochhaus gebaut, und auf das Weltkultur-Erbe sowieso gepfiffen wird...

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  • Erich Vom Berg am 09.11.2018 11:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wien ist anders

    Da sind die Bauvorhaben immer etwas teurer.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • PeterKarl am 10.11.2018 08:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt wo es mit der Wiener Stadtregierung

    nicht mehr so 100% ig weitergeht. Sind Schmiergeld Zahlungen nicht mehr so einfach durchzuführen. Bis diese U-Bahn fertig ist wird Wien ja hoffentlich von einer anderen Partei regiert.

  • erich07 am 10.11.2018 06:20 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Wirtschaftslage

    Wurden wegen der guten Wirtschaftslage vielleicht die Parteispenden verweigert.

  • ichsagjetztauchwas am 09.11.2018 16:50 Report Diesen Beitrag melden

    Endlich!

    Ich finde es toll, dass endlich mal jemand sich Gedanken macht über die Preisgestaltung von Baugroßvorhaben. Die 30-jährigen Erfahrungswerte auf die man sich beruft sind ja auch schon hoffnungslos überhöht, wie bei jeder Baustelle der öffentlichen Hand - kein Mensch würde sich privat von einer Firma ein Haus bauen lassen, das 300000 wert ist, aber dafür 1 Million hinblättern, die öffentliche Hand macht das regelmäßig, siehe zum Beispiel die Poller beim Kanzleramt

  • UnbequemAberWahr am 09.11.2018 14:36 Report Diesen Beitrag melden

    Tja...

    was soll man sagen, sind im Vorfeld halt ein paar Kuverts zuwenig an die "richtigen" Rot-/Grünlinge übergeben worden. Beim Heumarkt hat's sogar dafür gereicht, daß die Vaselinekuh die eigene Basis nach einer Abstimmung übergehen konnte, damit den Spekulanten das Hochhaus gebaut, und auf das Weltkultur-Erbe sowieso gepfiffen wird...

    • markus48 am 09.11.2018 15:00 Report Diesen Beitrag melden

      Echte Probleme!

      Was hat das damit zutun? Ist bei der jetzigen Regierung nicht anders funktioniert dort genau so oder einem anderen Bundesland. Vielmehr das Problem ist das nicht ausreichend neue Züge zur Verfügung stehen für solche Eröffnungen. Der Kunde ist sich mit alten zusammengeglebten Züge konfrontiert von denen viele unterwegs sind. Die neuen Züge die kommen sind viel zu wenige um das alte Material zu ersetzen. Vielleicht werden die Intervalle größer und mehr Leute reingestopft.

    • Korbi am 09.11.2018 15:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @UnbequemAberWahr

      sie unterstellen Grünen der Bestechung. ich würde sie dann bitte, ihr wissen mit der Polizei zu teilen oder den Vorwurf zu widerrufen, da sie hier Menschen einer schweren Straftat bezichtigen.

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  • SockenRambo am 09.11.2018 14:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    RotGrün

    Eine Ausschreibung dauert kein Jahr... zumindest nicht wenn man nicht wieder von langer Hand ein paar Millionen verschwinden lassen will....

    • Korbi am 09.11.2018 14:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @SockenRambo

      das machen die roten nicht. hier sind durch die Bank blaue und schwarze angeklagt und verurteilt. die Ausschreibung dauert lange und wenn man sofort wieder eine machen würde, würde sich der Preis ja nicht verändern

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