Bundesheer-Oberst als Spion

09. November 2018 14:03; Akt: 10.11.2018 18:06 Print

Spionagefall: Kritik an FPÖ wegen Russland-Kontakt

Russland und die österreichische Opposition haben auf die Affäre um einen Bundesheer-Oberst reagiert, der für Russland spioniert haben soll.

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Ein Bundesheer-Oberst soll über einen Zeitraum von rund 20 Jahren sensible Informationen an Russland weitergegeben und dafür 300.000 Euro kassiert haben – "Heute" berichtete.

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Der mittlerweile pensionierte 70-Jährige wollte laut "Kronen Zeitung" bereits 2006 mit der Spionage aufhören, doch Russland und sein Kontaktmann "Juri" ließen das nicht zu.

FPÖ-Verbindungen nach Russland

Die Opposition kritisiert die FPÖ heftig. Michel Reimon, Co-Delegationsleiter der Grüne im Europaparlament: "Dass eine österreichische Regierungspartei (FPÖ, Anm.) einen Freundschaftsvertrag mit einem Autokraten wie Putin unterhält, ist inakzeptabel. Aber von den rechtsextremen Europagegnern und Moskau-Fans der FPÖ ist nichts anderes zu erwarten."

In dieselbe Kerbe schlägt NEOS-Verteidigungssprecher Douglas Hoyos: "Ich bin gespannt, ob die FPÖ weiterhin an ihrem Freundschaftspakt mit der Putin-Partei festhält. Es ist einigermaßen absurd, dass die FPÖ ein derart inniges Verhältnis mit der Partei jenes Mannes pflegt, der Österreich ausspionieren lässt. Sollte es zu keinem Umdenken vonseiten der FPÖ kommen, erwarte ich mir jedenfalls ein Machtwort von Bundeskanzler Kurz."

Die SPÖ möchte umfassend informiert werden: "Der Minister (Mario Kunasek, Anm.) muss jetzt zeigen, dass er das Parlament als Kontrollorgan ernst nimmt, und die Parlamentarier über die aktuellen Entwicklungen informieren", so SPÖ-Verteidigungssprecher Rudolf Plessl in einer Aussendung.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow wies die Vorwürfe am Freitag zurück. "Wir werden beschuldigt und es gibt Aufforderungen, dass wir uns für eine Sache entschuldigen, von der wir nichts wissen", so der Minister zur Nachrichtenagentur Interfax.

Er sei darüber "unangenehm überrascht", Moskau werde dem österreichischen Botschafter Johannes Eigner erklären, wie sich Wien bei solchen Vorwürfen verhalten solle. Denn die Regierung habe "Megafon-Diplomatie" angewandt, statt sich direkt an Moskau zu wenden.

Alle weiteren Infos und Entwicklungen zur Spionage-Affäre beim Bundesheer finden Sie HIER >>>


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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • petzi am 09.11.2018 14:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wieder der Geheimdienst

    Wieso kommt man jetzt erst drauf. Wurde das nicht schon früher erkannt. Für was haben wir den Geheimdienst

  • Herr Rossi am 09.11.2018 15:02 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte

    Schließt uns doch aus der EU aus, den Verlust eines weiteren Nettozahlers könnt ihr ja leicht verkraften. Wir können das Geld sicher auch anders verwenden.

  • Sucher am 09.11.2018 15:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spion

    ...viel Aufregung um nichts, was gibt's bei uns zu Spionieren das nicht sowieso schon in der Zeitung stand.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Nimmer Lang am 10.11.2018 18:11 Report Diesen Beitrag melden

    nur mehr pfui

    Diese Opposition und speziell die SPÖ ist das letzte, zum speien, statt gemeinsam an einem Strang zu ziehen beschuldigen sie eine Regierungspartei ohne zu wissen wie alles gelaufen ist, die letzten Jahrzehnte. Schäbig, schäbig und unwürdig. Sowas nennt sich österreichische Parteien.

  • Blau so blau am 10.11.2018 12:05 Report Diesen Beitrag melden

    Superpatrioten

    liefern ihren ach so geliebten Staat billigst an Russland aus.

    • Toni am 10.11.2018 15:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Blau so blau

      Ja das waren aber schon die Anderen die die letzten 20 Jahre regiert haben,gell!

    • Schwachblau am 10.11.2018 17:16 Report Diesen Beitrag melden

      Patrioten wählen nicht FPÖ

      Ja, das war aber schon die FPÖ, die die letzten 20 Jahre engste Bindungen zu Russland gepflegt hat, gell!

    • linker Blitzkneisser am 11.11.2018 13:05 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht nur Russland spioniert

      Was ist mit der BND und NSA Spionage?

    einklappen einklappen
  • Österreicher am 10.11.2018 11:18 Report Diesen Beitrag melden

    Freunde ? Das ma net lachen muss.

    Geht's bitte alle anderen Spionieren halt mit uns nur die Russen net. Woher kommt den der Wind wirklich sollte man überlegen - vielleicht aus EU Richtung - ein Tipp von Freunde ? Das ma net lachen muss. Wir sind die einzigen die mit Russland können und die anderen nicht.Wie muss Deutschland das Geschäft mit den Russen vermissen ?

  • Seltenposter am 10.11.2018 10:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bitte nachdenken!

    An jene die schon wieder die FPÖ beschmutzen wollen: Bitte wer war zu der Zeit in der die angebliche Spionage durchgeführt wurde in der Bundesregierung? Soweit in unserem Land bekannt keiner aus der FPÖ - sondern? Ja richtig einer aus der SPÖVP Regierung. Noch was, bin kein Blauer.

    • Wolfgang am 10.11.2018 16:41 Report Diesen Beitrag melden

      @Poster

      Zum Glück postestvseltem, 2000-2007 ÖVP-FPÖ Regierung.

    • linker Blitzkneisser am 11.11.2018 13:07 Report Diesen Beitrag melden

      @Wolfgang

      Der war aber seit 1998 aktiv.

    einklappen einklappen
  • erwin am 10.11.2018 08:00 Report Diesen Beitrag melden

    zuerst nachdenken dann reden

    seht euch doch mal die liste an wehr alles Innenminister wahr seit 1988 da wahren es immer SPÖ und ÖVP aber jetzt der FPÖ den schwarzen Peter zuschieben das sind die SPÖ,liste Plitz und NEOS spitze