Es war ein besonderes Tor: Erstmals seit 1.169 Minuten kassierte Italien-Torhüter Gianluigi Donnarumma wieder einen Gegentreffer. 2-Meter-Riese Sasa Kalajdzic tauchte dafür in Minute 114 beim EM-Achtelfinale in London im Strafraum der "Azzurri" ab und köpfelte im Niederlegen aus spitzem Winkel sehenswert zum 1:2 ein.
Fast 2 Millionen Menschen in Österreich hofften zu diesem Zeitpunkt noch vor dem Fernseher auf das Wembley-Wunder. Österreich kam im Ko.-Schlager noch einmal zurück, drängte, verlor am Ende aber dennoch knapp 1:2. Unglücklich wie "Heute"-Experte Peter Pacult in seiner "Kolumne" analysiert.
Der Stuttgart-Stürmer köpfelte sich auf die Spickzettel internationaler Top-Klubs und auf den Thron der europäischen Top-Kopfballspieler. Neun Tore erzielte er in dieser Saison in Liga und EM mit dem Kopf. Damit ist er die Nummer eins in Europa vor den Portugiesen Andre Silva (8) und Cristiano Ronaldo (7).
Das EM-Aus analysierte der Wiener trotz Traumtor wenig euphorisch. "Es ist nicht nur eines der grausamsten Spiele meiner Karriere, sondern eines der grausamsten in der Geschichte des österreichischen Fußballs. Es ist absolut bitter und unverdient", meinte er zerknirscht.