In Schwarzau im Freiwald (Bezirk Gmünd) wurden am Dreikönigstag -22 Grad gemessen, der Winter hat Niederösterreich also weiterhin fest im Griff. Während viele Straßen am Dienstag zwar trocken oder salznass waren, lauern vor allem an exponierten Stellen tückische Gefahren. Reifglätte sorgte regional für rutschige Fahrbahnen.
Besonders betroffen waren in den vergangenen Tagen laut "NÖN" die Regionen Spitz, Melk, Allentsteig und Gloggnitz. Dort bildete sich auf schattigen und exponierten Straßenabschnitten stellenweise gefährliches Glatteis. Auch in höheren Lagen sowie in Walddurchfahrten im Wald-, Most- und Industrieviertel mussten Lenker mit gestreuten Schneefahrbahnen rechnen. Die Räum- und Streudienste standen landesweit im Dauereinsatz, um die Straßen befahrbar zu halten.
Zusätzliche Vorsicht ist aktuell für Lenker schwerer Fahrzeuge geboten. Eine Schneekettenpflicht gilt für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen auf mehreren wichtigen Strecken: auf der B21 über den Ochsattel und den Rohrersattel, auf der L134 zwischen Gutenstein und Schwarzau im Gebirge sowie auf der L5226 zwischen Weißenbach und Plankenstein.
Nicht nur Glatteis, sondern auch der Wind macht Autofahrern in diesen Tagen zu schaffen. In den Räumen Melk, Amstetten und Raabs an der Thaya kam es abschnittsweise zu leichten Schneeverwehungen. Die Kombination aus Wind, Schnee und tiefen Temperaturen erhöhte die Unfallgefahr zusätzlich.
Die Kälte zeigte sich in den frühen Morgenstunden von ihrer extremen Seite: Die Frühtemperaturen in Allentsteig (Bezirk Zwettl, NÖ) lagen am 6. Jänner bei minus 11 Grad Celsius, in Bärnkopf (Zwettl) lag die Temperatur untertags bei stolzen minus 8,3 Grad.
Die Straßenbetreiber appellieren laut "NÖN" eindringlich an alle Verkehrsteilnehmer, ihre Fahrweise den winterlichen Bedingungen anzupassen, ausreichend Abstand zu halten und vor Fahrtantritt die aktuelle Verkehrslage zu prüfen. Wer vorbereitet unterwegs ist – mit Winterausrüstung, angepasstem Tempo und erhöhter Aufmerksamkeit – soll auch diese winterliche Phase sicher überstehen.