"Bei Rapid geht es rasend in gefährliche Richtung"

Peter Pacult, Rapids letzter Meistertrainer, sieht die "Grün-Weißen" in ernster Gefahr. Sein Ruf, ein teurer und harter Trainer zu sein, "kotzt" ihn an.
Im Interview mit der "Sportzeitung" nimmt sich Rapids letzter Meistermacher Peter Pacult (Titel 2008) einmal mehr kein Blatt vor den Mund.

"Ich habe das Gefühl, dass die Vereine in Österreich - mit Ausnahmen - ihre Philosophie komplett verlieren oder vielleicht erst gar keine hatten", analysiert der 59-Jährige. "Die Austria hatte immer einen guten, technisch hervorragenden Nachwuchs - alles verloren gegangen. Rapid war eine Zeit lang auf einem guten Weg, jetzt geht es rasend schnell in eine gefährliche Richtung." Seine mögliche Erklärung: "Vielleicht liegt es daran, dass die Spieler und ihre Berater mittlerweile mehr Macht haben als die Trainer."

Die Profis von heute und ihre Berater sieht Pacult äußerst kritisch, wie er am Beispiel der U21-Entdeckung Sasa Kalajdzic erklärt: "Er soll zu Rapid gehen, nicht ins Ausland. So weit ist er noch nicht. Wäre ich sein Berater, würde ich sagen: Schau dir die letzten drei Jahre an, wie viel hast du gespielt, ... Und achte nicht darauf, wo du das meiste Geld bekommst. Bei Rapid wäre er gefordert, müsste seinen Mann stehen, kann sich entwickeln. Und dann kann er immer noch ins Ausland gehen."

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Sein Ruf als "harter Hund", der einiges an Gage verlangt, bringt Pacult auf 180. "Das Letzte kotzt mich richtig an. Wenn ich höre: Können wir uns den Pacult überhaupt leisten? Das sagen Leute, die nicht einmal mit mir geredet haben und nicht wissen, ob ich nicht vielleicht sogar Geld mitbringe", ärgert sich der Floridsdorfer. "Das ärgert mich."

(Heute Sport)
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