"Bei Rapid gibt man sich nicht mit Platz fünf zufrie...

Bild: GEPA pictures/ Philipp Brem

Der (Vize-)Kapitän ist wieder da! 112 Tage nach seinem im letzten Derby erlittenen Knöchelbruch feiert Stefan Schwab sein Comeback im Rapid-Kader. Gegner am Sonntag: erneut die Austria. "Ich bin bereit", versichert der 26-Jährige im "Heute"-Gespräch.

Der (Vize-)Kapitän ist wieder da! 112 Tage nach seinem im letzten Derby sein Comeback im Rapid-Kader. Gegner am Sonntag: erneut die Austria. "Ich bin bereit", versichert der 26-Jährige im "Heute"-Gespräch.

Herr Schwab, die Vorbereitung aufs Frühjahr dauert schon lang, für Sie sogar sehr lang. Beschreiben Sie bitte Ihre Gefühlslage.

"Ich bin in erster Linie glücklich, dass ich wieder voll mit der Mannschaft trainieren kann – mittlerweile schon die dritte Woche. Es wird jeden Tag besser, das stimmt mich positiv. Mal sehen, wie es sich bis Sonntag entwickelt. Ich denke, es sieht gut aus. Vom Knöchel her passt alles. Dass ich noch Trainingsrückstand habe, ist aber klar."

 

Es heißt, Vorbereitung und Match sind zwei Paar Schuhe. Wie schnell können Sie den Schalter umlegen und in den Wettkampfmodus wechseln?

"Ich denke schnell. Ich habe doch schon Erfahrung mit Verletzungen, bin schon öfter zurückgekommen. Ich bin guter Dinge, dass ich am Platz sofort meine Leistung bringen kann."

 

Rapid hat im Vorfeld viel im taktischen Bereich gearbeitet. Habt ihr das "System Canadi" nun verinnerlicht?

"Es ist ein ganz neues System für uns, das wir vorher nie gespielt haben. In der Vorbereitung haben wir hart gearbeitet, um es uns anzueignen. Wir wissen jetzt über die Abläufe Bescheid und sind ein ordentliches Stück weiter als im Herbst. Wir beherrschen die Taktik immer besser."

 

Auch war ein großes Thema.

"Genau. Das Trainerteam wollte neue Inputs bringen und uns besser kennenlernen – auch wir haben einander besser kennengelernt. Es ging darum, dass wir als Mannschaft geschlossener werden und uns besser verstehen – vor allem im Spiel. Das war die Idee dahinter, ein guter Ansatz. Ich hoffe, dass wir das am Sonntag umsetzen können."

 

Können Sie einschätzen, wer am Sonntag in der Favoritenrolle ist?

"Es ist im Vorfeld schwer zu sagen, wo wir stehen. Wir wissen es selbst nicht genau. In der Vorbereitung hat das neue System ganz gut funktioniert. Ich hoffe, dass wir an den richtigen Schrauben gedreht haben und es besser wird als im Herbst."

 

Die Austria feilt in Slowenien an der Derby-Form. Verfolgen Sie, was der Gegner macht?

"Natürlich bekommen wir das auch mit. Im Endeffekt ist das Spiel aber nicht so entscheidend für uns. Klar, ein Derby ist ein Derby, das wollen wir gewinnen. Danach werden wir schauen, wo die Reise hingeht."

 

Ihr liegt zehn Punkte hinter dem Stadtrivalen, 15 hinter Altach, die Saison ist bereits verkorkst. Macht es das für den Kopf sogar leichter?

"Naja, wir sind Rapid-Spieler und geben uns mit einem fünften Platz nicht zufrieden. Wir wollen schon nach vorne kommen, auch wenn die anderen einen großen Polster haben. Man darf aber nicht vergessen, dass es noch viele direkte Duelle gibt und dass sich die vier Teams vorne gegenseitig auch Punkte wegnehmen. Wir werden sicher Chancen bekommen – die sollten wir dann nützen. Wir wollen ein richtig gutes Frühjahr starten. Wir wollen nicht mehr zurückschauen, blicken nur noch in die Zukunft. Es geht für uns quasi bei Null los."

 

Mit kehren zwei prominente Ex-Rapidler in die Liga zurück. Was wissen Sie über die beiden?

"Gegen Korkmaz habe ich nie gespielt, ihn kenne ich nur aus dem Fernseher. Gegen Maierhofer habe ich gespielt, als er bei Wr. Neustadt war. Beide sind natürlich echte Typen, zwei ehemalige Teamspieler, sie tun der Liga gut. Ich bin gespannt, wie gut sie noch in Schuss sind."

 

Erich Elsigan

 

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