Andreas Jäger regt auf

"..., dass es schon krank ist" – Meteorologe rechnet ab

Fliegen ist billiger als Bahnfahren: Meteorologe Andreas Jäger rechnet vor, warum das für Klima und Reisende zum Problem wird.
Newsdesk Heute
25.07.2026, 22:32
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Meteorologe Andreas Jäger ärgert sich über die Preise für Reisen innerhalb Europas. Anlass ist die geplante Marseille-Reise seiner Tochter. "Meine liebe Tochter ist im Dilemma", erzählt er am Mittwoch in einem Facebook-Video. Sie wolle eine Freundin in der südfranzösischen Hafenstadt besuchen und habe auf den Rat ihres Vaters nach einer Zugverbindung gesucht.

Die günstigste Bahnvariante sei ein Interrail-Ticket um 212 Euro. Dazu komme eine Reisezeit von insgesamt 25 Stunden. Damit die Verbindung überhaupt funktioniere, müsse seine Tochter außerdem in Lausanne in der Schweiz übernachten.

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Ganz anders sehe es beim Flugzeug aus: Einen Flug mit einmaligem Umsteigen habe sie bereits um 141 Euro gefunden. Trotz Zwischenlandung wäre sie damit deutlich schneller und billiger am Ziel. Jägers bitteres Fazit: "Fliegen ist so billig, dass es schon krank ist." Warum? "Weil der Schaden so groß ist!"

Der Meteorologe kritisiert dabei nicht nur das Preisverhältnis, sondern auch die Folgen für das Klima. In seiner Beispielrechnung vergleicht er eine Strecke von 3.000 Kilometern im Flugzeug mit derselben Distanz in einem Dieselauto.

Sitze nur eine Person im Wagen, sei der Unterschied laut seiner Rechnung noch vergleichsweise gering: Jäger nennt 481 Kilogramm gegenüber 717 Kilogramm. Entscheidend sei allerdings die Auslastung des Autos. Fahren vier Personen gemeinsam, verteile sich der Ausstoß auf alle Insassen – ganz anders als beim Flieger.

"Es ist ganz ganz einfach"

"Wir können uns also merken: Je mehr Menschen im Auto, umso umweltfreundlicher. Je mehr Menschen im Flieger, umso umweltschädlicher ist es. Es ist ganz ganz einfach", sagt Jäger.

Außerdem würden Flugreisen noch einen anderen Schaden anrichten: "Es geht nicht nur ums CO2, es geht auch darum, dass Flieger da oben in der hohen Atmosphäre dafür sorgen, dass es dünne Schleierwolken gibt, die zusätzlich den Treibhauseffekt befeuern", erklärt der Meteorologe.

Zum Abschluss richtet er noch eine deutliche Botschaft an Verschwörungstheoretiker unter dem Video: "Und wer jetzt glaubt, er kann jetzt einfach in den Kommentaren was über Chemtrails schreiben – der wird von mir auf Gut-Wienerisch nicht einmal ignoriert."

{title && {title} } red, {title && {title} } 25.07.2026, 22:32