"Eigenartig" - Rapid-Boss schießt gegen die Austria

Das Derby-Doppel ist Geschichte, die Lage zwischen den Erzrivalen aber immer noch angespannt. Rapid-Boss Michael Krammer liefert den nächsten Aufreger.
Mit zwei Siegen ist Rapid sportlich der klare Gewinner der beiden jüngsten Wiener Derbys. Für unschöne Szenen sorgten aber einige "Fans" der Grün-Weißen, als sie den Austria-Block stürmen wollten. Als Reaktion darauf beschlossen die Veilchen, dass es für Rapid-Fans beim nächsten Derby im Ernst-Happel-Stadion nur noch Karten hinter dem Tor geben wird.

Im neutralen Sektor sollen dann nur noch Austrianer sitzen - "Heute" hat berichtet. Die Austria erklärte in der Aussendung auch, "dass eine angemessene Reaktion der Verantwortlichen selbst bei eindeutiger Beweislage nicht zu erwarten ist."

Krammer: "Es ist alles ordentlich abgelaufen"



CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Eine klare Spitze gegenüber der Klubführung von Rapid. Präsident Michael Krammer stößt dies natürlich sauer auf. "Das ist eigenartig, komisch und dient dem Fußball überhaupt nicht", hält der 57-Jährige gegenüber Sky fest.

Für die Aussendung der Austria zeigt Krammer kein Verständnis. "Ich habe mir den Polizeibericht sehr genau durchgelesen, der spricht von Verfehlungen des Pyrotechnikgesetzes auf beiden Seiten und von kleineren Auseinandersetzungen, aber Fazit, es ist alles ordentlich abgelaufen", erklärt er. "Darum verstehe ich nicht, wenn man dann mit einer Presseaussendung irgendwelche dubiosen Dinge in den Raum stellt."

Rapid-Boss sieht "grundsätzliches Problem" bei der Austria



Im Interview mit der Krone legt Krammer noch einmal nach. "Die Schlussfolgerung der klaren Fan-Trennung finde ich gut. Aber nachdem sie jetzt schon seit eineinhalb Jahren im Happel-Stadion Veranstalter sind, hätten sie die Idee auch schon früher haben können. Es ist ja nicht so überraschend, dass ein Derby mit Emotionen behaftet ist."

Krammer lässt sich sogar zu einem "Innenbefund" der Austria hinreißen: "Ich glaube, da gibt es ein grundsätzliches Problem, nämlich Fanarbeit und Darstellung nach außen. Dann helfen halt solche Dinge nicht besonders, wenn man ständig auf andere hinzeigt." (red.)

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