"Ein Wunder!" So pokerte sich Hirscher zum Sieg

ÖSV-Star Marcel Hirscher kann es selbst kaum fassen. Im zweiten Rennen nach der schweren Verletzung triumphierte er in Beaver Creek.
Marcel Hirscher raubte der Konkurrenz den Atem. 108 Tage nach seinem Knöchelbruch im Training auf dem Mölltaler-Gletscher siegte er am Sonntag im Riesentorlauf von Beaver Creek. Und wie! Der ÖSV-Star pulverisierte den Rest des Felds.

Nach Zwischenrang drei fuhr er der Ski-Elite im zweiten Durchgang um die Ohren, siegte 0,88 Sekunden vor dem Norweger Henrik Kristoffersen.

"Das ist eigentlich ein Wunder"



CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Siege von Hirscher sind längst zur Gewohnheit geworden. Inzwischen erhöhte der 28-Jährige auf unglaubliche 46 Weltcup-Erfolge. Seit mehr als einem Jahr stand er in jedem Riesentorlauf auf dem Podium. Dieser Sieg ist für den Annaberger dennoch etwas ganz Besonderes.

Der Dominator der vergangenen sechs Jahre fuhr noch Anfang dieser Woche seiner Form hinterher. Im Training fehlten ihm zwei Sekunden auf die Konkurrenz. Hirscher verpasste einen Großteil der Vorbereitung, konnte kaum Materialtests durchführen.

"Das ist einfach mega. Ich habe eine riesige Freude. Es ist eigentlich ein Wunder!", strahlte Hirscher nach dem Sieg im Zielraum. "Das ganze Team hat super gearbeitet", vergaß er nicht auf jene Menschen, die ihn auf dem Weg zurück unterstützt haben.

Seinen jüngsten Sieg verdankt Hirscher auch einer Eingebung. "Im zweiten Durchgang habe ich gepokert. Ich habe einen neuen Ski ausgepackt." Der Poker ist aufgegangen. Hirscher knallte eine Bestzeit in den nordamerikanischen Schnee, tritt die Heimreise mit 100 Punkten im Gepäck und jeder Menge frischem Selbstvertrauen an.

(SeK)

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