"Gehen Spiel so an, als wären wir in Rückstand"

Rapid kämpft am Donnerstag im Wiener Ernst-Happel-Stadion gegen den FC Thun um den Verbleib in der Europa League. Sowohl Rekordmeister-Trainer Zoran Barisic als auch Christopher Trimmel sehen die Schweizer in der Favoritenrolle.
Rapid kämpft am Donnerstag im Wiener Ernst-Happel-Stadion gegen den FC Thun ( ab 18.30 Uhr im Live-Ticker ) um den Verbleib in der Europa League. Sowohl Rekordmeister-Trainer Zoran Barisic als auch Christopher Trimmel sehen die Schweizer in der Favoritenrolle.

Mittwoch zu Mittag hatten die Grün-Weißen 32.844 Karten für das vorzeitige Endspiel gegen die Schweizer, die mit 200 Fans anreisen, verkauft. Damit ist Rapid beim Zuschauerschnitt in dieser Europa-League-Saison auf Rang zwei hinter Eintracht Frankfurt. Im Gegensatz zu den Deutschen ist die Ausgangslage vor dem 5. Spieltag für die Hütteldorfer keine rosige. Rapid muss beide noch ausstehenden Spiele daheim gegen Thun und auswärts in Kiew (12. Dezember) gewinnen.

Zusätzlich müssen die Wiener hoffen, dass Kiew in Genk nicht gewinnt. Falls das nicht klappt müsste Genk dann im letzten Match gegen Thun verlieren. Mit diesen Rechenspielen hat sich Barisic nicht sonderlich beschäftigt. "Unser großes Ziel ist es, das Spiel gegen Thun zu gewinnen. Falls wir dann noch ein Finalspiel in Kiew bekommen, nehmen wir das gerne mit", erklärte der Trainer bei der Pressekonferenz am Mittwoch im Happel-Stadion.

Trimmel: "Thun ist der Favorit"

Nach der nichts. "Wir lassen uns nicht von außen in den Himmel heben."

Wieder einmal wurden Barisic und Trimmel mit Fragen gelöchert, wie man es verhindern will, dass man diesmal einem Rückstand hinterläuft. "Ich gehe mal davon aus, dass wir nicht so masochistisch veranlagt sind, dass wir das brauchen", scherzte der Coach. "Wir werden das Spiel diesmal so angehen, als wären wir bereits mit 0:1 im Rückstand." Oft konnte Rapid schon in dieser Saison eine erfolgreiche Aufholjagd starten. "Diese Mannschaft gibt nie auf", lobte Barisic sein Team.

Barisic kann aus dem Vollen schöpfen

Er hat vor dem Spiel die Qual der Wahl. Branko Boskovic ist wieder zu hundert Prozent fit, bei Salzburg-Siegtorschütze Marcel Sabitzer entscheidet sich am Mittwochnachmittag, ob er schon fit für 90 Minuten ist. Damit fehlen lediglich die bereits länger verletzten Michael Schimpelsberger, Stephan Palla und Deni Alar. "Leider werden deshalb ein paar nicht im Kader für dieses Match stehen", erklärte Barisic.

Wahrscheinlich wird die Startelf aus dem Salzburg-Match kaum verändert antreten. Auch für Thun geht es noch um den Aufstieg in die K.O.-Phase, dennoch glaubt Barisic, dass die Schweizer wieder tief stehen und auf Konter lauern werden. Rapid habe sich aber seither weiterentwickelt, deshalb blickt der Coach optimistisch nach vorne: "Die Mannschaft ist gut drauf. Wir freuen uns auf die Partie."

Schweizer schieben Rapid Favoritenrolle zu

Thun-Trainer Urs Fischer sieht die Rollen anders verteilt: "Rapid hat ein Heimspiel und ist klarer Favorit." Er sieht das Spiel gegen Rapid als "schwierige, aber lösebare Aufgabe". Gewarnt sind die Schweizer vom Gegenpressing der Hütteldorfer. "Rapid ist bei Balleroberung in der Vorwärtsbewegung extrem gefährlich, das müssen wir in den Griff bekommen", warnte der 47-Jährige.

Mögliche Aufstellungen und Kaderinformationen

SK Rapid Wien - FC Thun

Wien, Ernst-Happel-Stadion, 19.00 Uhr, SR Pawel Gil (POL)

Rapid: Novota - Trimmel, Sonnleitner, Dibon, Schrammel - Petsos, Boskovic - Hofmann, Schaub, Burgstaller - Boyd

Ersatz: Radlinger - Pichler, Behrendt, Pavelic, Wydra, Starkl, Sabitzer

Es fehlen: Alar (im Aufbautraining), Palla (Muskelverletzung)

Thun: Faivre - Lüthi, Reinmann, Sulmoni, Wittwer - Cassio, Hediger, Siegfried, Ferreira - Sadik, Zuffi

Ersatz: Moser - Schenkel, Krstic, M. Schneuwly, Martinez, Bigler, Schirinzi

Es fehlen: C. Schneuwly (gesperrt), Bättig, Frey, Schindelholz, Sanogo (alle verletzt)
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