"Halber Herzinfarkt!" Mit Sprung-Poker zu Gold

Mit dem letzten Sprung des Big-Air-Finals sicherte sich Anna Gasser die Goldmedaille im Pyeongchang. Und pokerte dabei so richtig.
Anna Gasser hatte es selbst in der Hand. Als Letzte absolvierte die 25-Jährige ihren dritten Sprung im Big-Air-Finale, hatte da bereits die Silbermedaille sicher in der Tasche. Das machte den Poker um die Goldene möglich.



Gemeinsam mit Coach Christian Scheidl wurde noch der letzte Versuch besprochen. Gasser brauchte einen Sprung über 90 Punkte, überlegte zwischen zwei Tricks, entschied sich dann für den Siegesprung aus der Qualifikation. Erst Sekunden vor dem Drop-In fiel die Entscheidung.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Entscheidung aus dem Bauch heraus

Gemeinsam mit Coach Christian Scheidl ging Österreichs Sportlerin des Jahres "all in". "Sie hat gesagt: Jetzt hab ich Gegenwind, da mach ich den Cap Double 10. Eigentlich war geplant, den zweiten Sprung zu verbessern. Dann hab ich ihr nur einen Fistbump gegeben."

Gasser vertraute ihrem Instinkt. "Bis zum Schluss wollte ich den zweiten Sprung noch einmal machen. Im letzten Moment hab ich auf mein Bauchgefühl gehört und hab es geändert." Eine goldrichtige Entscheidung, der Poker ging auf.

Der Trainer atmete nach dem Bewerb tief durch. "Ich war nahe am Herzinfarkt. Man versucht als Coach gute Laune zu verbreiten, aber innerlich war mein Puls bei 200. Dann kann man nur hoffen."

(wem)

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