"Heute" fand Österreichs Meister im Homeoffice

Extremradler Christoph Strasser im Homeoffice in seinem Keller: "Hier trainiere ich 400 Stunden im Jahr."
Extremradler Christoph Strasser im Homeoffice in seinem Keller: "Hier trainiere ich 400 Stunden im Jahr."Bild: zVg
Extremradler Christoph Strasser schwitzt in seinem Keller am Rad. Nicht nur jetzt in Corona-Zeiten. Der 37-jährige Steirer trainiert hier 400 Stunden pro Jahr. Für "Heute"-Leser hat er Krisen-Tipps parat.
Der Ventilator bläst Christoph Strasser direkt ins Gesicht. Der Keller-Fliesenboden unter ihm ist trotzdem schweißnass. Der Extremradler ist der Meister unter Österreichs Top-Sportlern punkto Homeoffice – nicht erst jetzt in Corona-Zeiten.



400 seiner 1.200 Trainingsstunden pro Jahr spult der Steirer am Rad drinnen ab. Sein Homeoffice öffnet sich hinter einer schweren Kellertür. "Bis zu acht Stunden pro Tag sitze ich hier am Rad", erzählt der beste Extremradler der Welt "Heute". "Derzeit ist es etwas weniger, weil ich vermehrt Intervalle trainiere."

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"Ich habe sogar mit Postkästen geredet"



Strasser hat sechs Mal das Race across America - das härteste Radrennen der Welt - gewonnen. Er durchquerte Amerika als erster Mensch am Rad unter acht Tagen, schlief dabei nur sechs Stunden. Krisen zu meistern, das lernte er dabei: "Ich habe sogar mit Postkästen geredet", grinst er.

"Ich gehe immer vom Schlechtesten aus"



Wie geht er an Krisen heran? "Ich gehe immer vom Schlechtesten aus", stellt er klar. "Heißt aktuell, dass Corona nicht in zwei, drei Wochen ausgestanden ist. Ab dann freue ich mich aber über jede Kleinigkeit, über jeden kleinen Schritt bergauf."

Strasser rät dazu, es sich in der Isolation schön zu machen: "Ich trinke am Rad auch einen Espresso, schaue Filme. Nein, ich blicke nicht acht Stunden auf die weiße Kellerwand."

"Es ist nicht die Zeit, an sich zu denken"



Die „Corona-Krise" trifft auch ihn finanziell schwer. Rennen und Vorträge fallen aus, die Sponsorengelder sind an Siege gekoppelt. "Es geht derzeit allen so. Darum ist es nicht so schlimm. Es ist nicht die Zeit, nur an sich zu denken."

Darum empfiehlt Strasser auch Hobby-Radfahrern das Homeoffice statt Ausfahrten: "Unser Gesundheitssystem kann es sich derzeit nicht leisten, gestürzte Radfahrer zu versorgen."



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