"Kaiser" übt Kritik an Doppelstrafe Rot und Elfer

Bild: Laszlo Beliczay (MTI)

Franz Beckenbauer hat wegen der auch bei der Fußball-Europameisterschaft angewandten Doppelbestrafung mit Rot und Elfmeter heftige Kritik an der UEFA geäußert und mit einem Rücktritt aus der Regelkommission des Weltverbandes FIFA gedroht.

Der "Kaiser" bezog sich dabei auf die Rote Karte gegen den polnischen Torhüter Wojciech Szczesny im EM-Eröffnungsspiel gegen Griechenland.

"Wenn unsere Vorschläge so ignoriert werden, macht es keinen Sinn, in einer FIFA-Kommission zur Verbesserung des Fußballs mit zu arbeiten. Ich überlege deshalb, zurückzutreten. Eine Alibi-Funktion brauche ich nicht", schrieb Beckenbauer in einer Kolumne für die Bild-Zeitung (Montag).

Als Vorsitzender der Task Force der FIFA hatte sich Beckenbauer mit seinen Kollegen in den vergangenen Monaten für die Abschaffung einer Doppelbestrafung bei harmlosen Fouls im Strafraum starkgemacht. "Wir haben die Empfehlung ausgesprochen, das endlich zu beenden. Ich ärgere mich sehr über die UEFA, die die Schiedsrichter zu einer meiner Meinung ungerechten Regelauslegung drängt", schimpfte der "Kaiser".

Beckenbauer: "UEFA und FIFA arbeiten gegeneinander"

Sein Unmut bezieht sich auf das Eröffnungsspiel Polen gegen Griechenland, in dem der spanische Referee Carlos Velasco Carballo den polnischen Torhüter Wojciech Szczesny nach einem leichten Foul im eigenen Strafraum des Feldes verwiesen hatte. "Nur Elfmeter wäre die gerechte Entscheidung gewesen. Heißt für mich: UEFA und FIFA arbeiten gegeneinander", wetterte Beckenbauer.

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