Super-G-Weltmeister Dominik Paris markierte mit 52,54 Sekunden die Bestzeit im letzten Training auf der wegen Schlechtwetter stark verkürzten Abfahrt bei der WM in Aare. Eine Zehntel dahinter: der Franzose Johan Clarey, der im Super-G ex aequo mit Vincent Kriechmayr über die Silbermedaille jubelte. Der Oberösterreicher belegte mit 28 Hundertstel Rückstand auf Paris Rang sieben – hier die Stimmen der ÖSV-Starter:
"Schade, dass wir nicht von oben starten können. Das Rennen bleibt aber WM-würdig, es stehen ja die besten Abfahrer der Welt am Start. Meine Trainingsläufe waren nicht ideal, ich bin hier nie ohne einen Fehler runter. Beim Rennen muss das aber so sein, sonst hat man keine Chance. Die Abfahrt ist kurz, aber nicht leicht. Man muss immer die Linie erwischen und gleichzeitig am Limit fahren. Aber ich muss mich sowieso immer am Limit bewegen, sonst geht es bei mir nicht. Die Topfavoriten? Dominik Paris und Beat Feuz, die sind hier in bestechender Form."
"Ich bin gestern in der Traverse auf die zweite Welle gesprungen, war dann nicht ganz fit. Aber jetzt passt es schon wieder. Die WM-Abfahrt wird eine Hundertstel-Partie. Ich persönlich erwarte einen guten Lauf von mir, ich muss wieder den gleichen Zug auf die Ski kriegen wie im Super-G. Ein Start von oben hätte natürlich einiges mehr abverlangt, aber meine Lust auf die 1. WM-Medaille ist ungebrochen groß."
"Es wird brutal eng, durch die kurze Strecke wird es noch schwerer zu gewinnen. Für die Zuschauer wird es sicher spannend zum Zuschauen. Für uns Läufer wird es ein Drahtseil-Akt zwischen Linie fahren und Risiko nehmen. Die Strecke ist vom technischen Aspekt her auf jeden Fall eine Herausforderung. Ich hoffe, das Glück ist auf meiner Seite. Das war in dieser Saison bis jetzt nicht so – aber vielleicht kommt es genau jetzt zurück."
"Weiter runter geht's mit dem Start jetzt echt nicht mehr. Man haut sich aus dem Starthaus raus und ist gefühlt gleich im Ziel. Konditionsprobleme wird hier runter keiner kriegen. Das Motto: Wer nichts riskiert, wird nichts gewinnen. Ich habe im letzten Training noch etwas probiert und ziehe jetzt meine Schlüsse daraus."