"Lügner, Feigling!" Hoeneß denkt an Bayern-Abgang

Uli Hoeneß wirkt nach der Kritik eins Fans schwer getroffen. Er lässt erste Gedanken an einen Abschied bei Bayern durchklingen.
Der FC Bayern München steuert trotz zwei Siegen (5:1 gegen Benfica, 2:1 gegen Bremen) nicht in ruhigen Gewässern.

Coach Niko Kovac zog seinen Kopf nach einer turbulenten Woche noch einmal aus der Schlinge. Die Langzeit-Stars Arjen Robben und Franck Ribery kündigten aber ihren Abschied aus München mit Saisonende an.

Daran denkt jetzt auch Uli Hoeneß. Der Bayern-Boss wirkte am Sonntag bei einem Fanklub-Treffen gezeichnet von der Kritik, die er bei der Mitgliederversammlung am Freitag einstecken musste.

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Johannes Bachmayr kritisiert Bayern-Boss scharf


Dort hatte Johannes Bachmayr, ein studierter Steuerrechtler, Hoeneß in seiner Rede scharf angegriffen. "Wer führt die Geschäfte in der AG und wer ist das Kontrollorgan?", hakte er nach. Und er stellte klar: "Der FC Bayern ist keine One-Man-Show"



Als Hoeneß eine Antwort darauf verweigerte, wurde der Bayern-Macher ausgebuht und ausgepfiffen. Einige der 1682 Mitglieder im Audi Dome riefen Richtung Hoeneß sogar: "Feigling", "Lügner".

Gegenwind für Hoeneß neu

So viel Gegenwind ist für Hoeneß komplett neu. Sogar nach seiner Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung 2016 wurde er mit 98,5 Prozent wieder zum Präsidenten gewählt und gefeiert: "Uli, Uli, Uli."

Hoeneß ließ beim Fanklub-Besuch mit ernster Miene Gedanken an seinen Abschied durchklingen: "So etwas habe ich noch nicht erlebt. Ich hoffe, dass sich das wieder ändert, sonst ist das nicht mehr mein FC Bayern. Das ist etwas, das ich nicht akzeptiere. Ich werde in aller Ruhe die nächsten Wochen und Monate beobachten, wie sich das entwickelt und mir viele Gedanken machen. Denn dieser Abend geht nicht spurlos an mir vorüber, man kann nicht zur Tagesordnung übergehen."

Verhältnis zu Breitner nicht mehr zu kitten

Über seine Beziehung zu Kritiker Paul Breitner meint Hoeneß, dass er dessen etwaige Entschuldigung gar nicht mehr annehmen werde: „Nein, dieses Verhältnis ist nicht mehr zu kitten. Weil er den Rubikon ganz klar überschritten hat mit seinen Attacken." (mh)

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