"Österreicher haben es in Deutschland sehr schwer"

Coach Ralph Hasenhüttl führte Bundesliga-Aufsteiger Leipzig in die Champions League – und erinnert sich nun an schwere Zeiten in Deutschland.

Deutschland und Österreich – nicht immer ein einfaches Verhältnis, auch im Fußball. Das bekam Ralph Hasenhüttl am eigenen Leib zu spüren, obwohl er Bundesliga-Aufsteiger Leipzig auf Anhieb in die Champions League führte. Im "Playboy" erinnert er sich an schwierige Anfangszeiten: "Mir war klar, dass ich vom Anfang an erfolgreich sein muss, denn viele Chancen bekommst du in dem Job nicht. Und als Österreicher in Deutschland schon gar nicht."

Vorurteile widerlegt



2007 startete der gebürtige Grazer seine Trainerlaufbahn bei Unterhaching. Über Aalen und Ingolstadt führte in der Weg zu Leipzig und in die Königsliga. "In Aalen hat man gesagt: Muss jetzt wirklich ein Österreicher kommen, um uns die Saison zu retten?", erzählt der ab Donnerstag 50-Jährige. Doch er hielt dem Druck stand, rettete den Drittligisten vor dem Abstieg und führte ihn in der folgenden Saison in die zweite Bundesliga. Der Aufstieg gelang ihm danach auch mit Zweitligist Ingolstadt.

Legionäre gefragt?

Woran liegt es, dass Österreichs Trainer im deutschen Profifußball keinen leichten Stand haben? "Wir hatten in Österreich lange Zeit kaum Erfolge im Fußball", ist Hasenhüttls simple Begründung. Tatsächlich sitzt mit Kölns Peter Stöger nur ein weiterer rot-weiß-roter Coach auf einer Bundesliga-Trainerbank. Spieler als der Alpenrepublik sind beliebter. Mit 25 Kickern stellt Österreich kommende Saison das größte Legionärs-Kontingent in Deutschlands höchster Spielklasse. (gr)

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