"Rapid spielt den besten Fußball in Österreich"

Mit der Verpflichtung von Thomas Murg gelang Rapid Wien kurz vor dem Ende der Transferzeit noch eine Überraschung. Der 21-Jährige steht unter großem Druck, nicht nur aufgrund seiner violetten Vergangenheit.

Mit der kurz vor dem Ende der Transferzeit noch eine Überraschung. Der 21-Jährige steht unter großem Druck, nicht nur aufgrund seiner violetten Vergangenheit.

Der Steirer war regelrecht verwundert, dass die Journalisten am Donnerstag bei der Saisonauftakt-Pressekonferenz von Rapid ihn nicht gleich mit Fragen zur Austria durchlöcherten. 26 Mal streifte er sich das Trikot des Stadtrivalen über. "Das ist für mich Vergangenheit. Ich werde versuchen, dass ich die Rapid-Fans durch Leistung überzeuge", so Murg, der im Sommer 2014 zur SV Ried wechselte, nachdem er sich bei der Austria nicht durchsetzen konnte.

Zudem haftete ihm ein wenig ein schlechter Ruf an den Schuhen, zählte er zu jenen ÖFB-Nachwuchskickern, die wegen einer nächtlichen Aktion aus dem U21-Team geflogen waren. "Fehler macht jeder Mensch, vor allem als junger. Ich habe meinen Fehler eingesehen und zum Glück bei Ried noch eine Chance bekommen, die ich auch genutzt habe", so der Offensivspieler, der sich bei den Innviertlern als Stammkraft etablierte und in eineinhalb Saisonen 44 Partien (8 Tore) absolvierte.

Wohnungssuche läuft

Bei Rapid hat er sich schnell eingelebt. "Ich bin irrsinnig froh, dass ich hier sein darf. Als die Anfrage von Rapid kam, musste ich nicht lange überlegen", sagte Murg. "Die ersten Tage waren anstrengend. Ich musste mich ein wenig umstellen, denn das Spiel ist schneller als bei Ried. Die Mannschaft ist charakterlich top. Rapid spielt den besten Fußball in Österreich, ich freu mich schon wenn es am Samstag losgeht."

Bis zum Frühjahrsauftakt gegen den WAC (Samstag, 18.30 Uhr im Live-Ticker) gibt es aber noch einiges zu tun. "Heute schau ich mir noch eine Wohnung an, die werde ich wahrscheinlich nehmen. Und dann werd ich schauen, dass meine Freundin und meine Tochter in den nächsten ein, zwei Wochen nach Wien ziehen", meinte der Jungpapa.

Murg-Transfer aufgrund aktueller Kadersituation

Der Wechsel zu Rapid war sicherlich eine der größten Überraschungen im heimischen Transferkarussell. "Aufgrund von Verletzungen haben wir uns entschlossen am Transfermarkt tätig zu werden. Letztendlich war es gar nicht so sicher, dass Thomas zu uns kann. Aber es war auch von seiner Seite ein großer Wunsch. Nachdem wir an ihn herangetreten sind, hat er diesen auch im Verein platziert. Wir sind sehr glücklich, dass es geklappt hat auch wenn es kurz vor Torschluss war", erklärte Rapid-Sportdirektor Andreas Müller.

Seit Jahren auf der Watchlist

Der Deutsche war sich mit Trainer Zoran Barisic schnell einig, dass man ihn verpflichten wolle. "Seit er mit 16 in der Kampfmannschaft des GAK unter Peter Stöger gespielt hat, haben wir seinen Weg genau verfolgt. Speziell in den letzten eineinhalb Jahren hat er sich gut entwickelt. Ich glaube, dass er auch vom Charakter sehr gut zu uns passt", so Barisic, der viel von Murg hält. "Wir erwarten uns sehr, sehr viel von ihm und sind davon überzeugt, dass er sich bei uns sehr gut weiterentwickeln wird und er uns sportlich weiterhilft."

Auch Kapitän Steffen Hofmann freut sich über seinen neuen Mitspieler: "Er bringt sehr viel Qualität mit. Wir kennen ihn aus den Duellen mit Ried, wo er in meinen Augen immer der gefährlichste Spieler bei ihnen war. Als ich von der Idee erfahren habe ihn zu verpflichten, habe ich gleich gesagt, dass ich sie gut finde."

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