"Schande!" Keine Strafen nach Qualifying-Farce

So ein Qualifying hat es in der Formel 1 noch nie gegeben. Top-Piloten belauerten sich in der letzten Aufwärmrunde so lange, bis ihnen die Zeit ausgeht, sie keine weitere Runde mehr drehen können.
Als Einziger hatte Charles Leclerc den Überblick behalten, schon im ersten Versuch die Bestzeit von 1:19,307 aufgestellt, es auch noch für einen zweiten Anlauf über die Ziellinie geschafft. Doch nachdem die Konkurrenten geschlafen hatten, brach der Monegasse den Versuch ab.

"Jeder will einen Windschatten bekommen, aber dann haben ein paar Vollidioten da vorne den Speed so sehr reduziert, dass niemand mehr über die Ziellinie gekommen ist", polterte Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff im ORF. "Das geht so nicht. Das ist die Formel 1. Da haben wir richtig dämlich ausgeschaut."

Nach dem Qualifying hatte die Rennleitung erst Nico Hülkenberg und dann Sebastian Vettel zu den Stewards zitiert. Doch den beiden Piloten konnte kein absichtliches Verlassen der Strecke, um daraus einen Vorteil zu gewinnen, nachgewiesen werden.

CommentCreated with Sketch.8 Zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Nach der Qualifying-Farce fehlten den Stars der Motorsport-"Königsklasse" die Worte. "Ich freue mich über die Pole, aber was hier passiert ist, ist eigentlich eine Schande. Eigentlich habe ich noch auf eine schnelle letzte Runde gehofft", schüttelte Polesetter Leclerc den Kopf.

Lewis Hamilton war trotz des verkorksten zweiten Anlaufs zufrieden, zumindest einen Ferrari hinter sich gelassen zu haben. "Ich bin froh, in der ersten Reihe zu sein, wir haben die Ferraris gesplittet. Aber diese letzte Runde mit unserem Timing war wirklich verrückt." (wem)

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