Ist dieser sieglose "Elch" der neue Hirscher?

Kennen Sie Aleksander Aamodt Kilde? Der Norweger ist drauf und dran, in die Fußstapfen von Marcel Hirscher zu steigen – ohne Saisonsieg.

Halbzeit im Gesamt-Weltcup! Der Super-G von Kitzbühel war das 22. von 44 Saison-Rennen. Und spätestens jetzt ist klar: Der Kampf um die große Kugel ist spannend wie lange nicht. Dank Gigant Marcel Hirscher, seine Latten im Sommer (für immer?) in den Keller räumte.

Die Liste der möglichen Nachfolger ist lang – und wird aktuell von Henrik Kristoffersen (Nor) angeführt. Das dürfte sich jedoch bereits am Samstag nach der Streif-Abfahrt ändern. Denn heimlich, still und leise pirscht sich Aleksander Aamodt Kilde an.

Der 27-jährige Norweger, der den Super-G auf der Streif als Zweiter beendete, liegt nur noch 20 Zähler hinter seinem Teamkollegen. Lange stand er im Schatten von Aksel Lund Svindal und Kjetil Jansrud, die durch ihre Erfolge im medialen Fokus standen.

Sammelt Kilde, der heuer noch keinen Sieg, erst drei Podestplätze, dafür aber zwölf Top-10-Ränge geholt hat, weiter eifrig Punkte, dürfte sich das bald ändern. Geplant war der Kampf um die große Kugel jedoch nicht.

"Es ist eigentlich unglaublich, dass ich so weit vorne bin", sagt der Allrounder, der bis auf Slalom alle Disziplinen beherrscht. "Ich bleibe aber ruhig, denke noch nicht so viel daran, was im März sein könnte. Denn es ist verdammt eng an der Spitze."

Stimmt. 29 Punkte hinter Kilde lauert bereits Alexis Pinturault (Fr). Auch Matthias Mayer ist in Schlagdistanz. "Seit Hirscher aufgehört hat, ist das Rennen um den Gesamtweltcup wieder offen", sagt Kilde, der vor der Saison zu Atomic wechselte.

Fakt ist: Schreibt Kilde auch am Samstag in der Kitz-Abfahrt an, wird der norwegische "Schattenmann" bald zum "Super-Elch" aufsteigen.

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